Opfer biss Fingerkuppe ab: Triebtäter wird eingebuchtet

Itzehoe/Ellerbek – Das Amtsgericht Itzehoe hat den Prozess wegen einer sexuellen Nötigung und einer abgebissenen Fingerkuppe (TAG24 berichtete) mit einem Schuldspruch beendet.

Der Angeklagte im Prozess wegen versuchter Vergewaltigung wartet hinter einer Plexiglasscheibe auf den Beginn der Verhandlung.
Der Angeklagte im Prozess wegen versuchter Vergewaltigung wartet hinter einer Plexiglasscheibe auf den Beginn der Verhandlung.  © Axel Heimken/dpa

Der 34 Jahre alte Angeklagte aus Hamburg wurde am Dienstag - wie von der Staatsanwaltschaft verlangt - zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Nach Überzeugung des Gerichts attackierte er am 3. November 2019 in Ellerbek im Kreis Pinneberg eine damals 23-Jährige. 

Er hielt ihr den Mund zu und griff ihr in den Intimbereich. Bei der Abwehr biss die Frau ihrem Angreifer eine Fingerkuppe ab.

Der ursprüngliche Vorwurf der versuchten Vergewaltigung sei nicht nachweisbar, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. "Wir wissen nicht, wie es weiter gelaufen wäre, wenn sie sich nicht so erfolgreich gewehrt hätte."


Die Verteidigerin hatte einen Freispruch verlangt. Ihr Mandant habe sich damals verlaufen und die Frau nach dem Weg gefragt. Weil sie nicht reagiert habe, habe er sie angetippt. Sie habe erschrocken aufgeschrien. Durch den Schrei wiederum selber erschrocken, habe er ihr den Mund zugehalten.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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