Kein Abschuss von Problemwölfin am Niederrhein: Gloria darf weiterleben

Düsseldorf – Das Wolfstier mit dem Behördennamen "GW965f" hatte umliegenden Bauern am Niederrhein in den letzten Monaten ganz schön zugesetzt. Der Richter sah darin jedoch kein Problem. Wölfin Gloria darf also weiterleben!

Schlussendlich hielt die Justiz zu Wölfin Gloria und lässt das Tier weiterleben. (Symbolfoto)
Schlussendlich hielt die Justiz zu Wölfin Gloria und lässt das Tier weiterleben. (Symbolfoto)  © Lino Mirgeler/dpa

Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Donnerstag entschieden. Schäfer Kurt Opriel hatte beantragt, dass das am Niederrhein lebende Tier als Problemwolf entnommen wird. Dies hätte die Tötung der Wölfin bedeutet.

Die Wölfin hatte wiederholt Schafe des Schäfers gerissen, seinen Angaben zufolge bislang 26 Tiere.

Das Gericht sei nicht überzeugt, dass dem Schäfer auch in Zukunft ernsthafter Schaden droht. 2020 habe es nur noch einen Vorfall gegeben. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Wölfin auf das Reißen von Schafen spezialisiert habe.

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Der Schäfer wollte den Kreis Wesel verpflichten, eine Ausnahmegenehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu erteilen, damit die Wölfin getötet werden darf (Az.: 28 L 2558/20).

Der Wolf gehört zu den streng geschützten Tierarten. Grundsätzlich ist seine Tötung verboten. Das nationale und europäische Artenschutzrecht lässt eine Tötung nur in Ausnahmefällen zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Im Januar 2021 gab es bereits einen Eilantrag auf den Abschuss des Wildtieres. Doch auch da lehnte das Verwaltungsgericht Düsseldorf die Tötung ab.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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