Soldatinnen nach Besäufnis vergewaltigt? Prozess beginnt

Kiel – Vor dem Landgericht Kiel beginnt am Freitag (9 Uhr) ein Prozess wegen sexuellen Missbrauchs gegen einen Bundeswehrsoldaten.

Was hat sich auf dem Truppenübungsplatz Todendorf abgespielt? Das beschäftigt das Landgericht in Kiel. (Symbolbild)
Was hat sich auf dem Truppenübungsplatz Todendorf abgespielt? Das beschäftigt das Landgericht in Kiel. (Symbolbild)  © Ralf Hirschberger/dpa

Er soll zwei Soldatinnen nach einer Schießübung und einem anschließenden Trinkgelage vergewaltigt haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Soldat sich in das Zimmer der beiden bereits schlafenden Frauen schlich und sie missbrauchte.

Der Mann bestreitet laut Staatsanwaltschaft die Vorwürfe. Es habe sich um freiwilligen Sex gehandelt.

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Das Geschehen ereignete sich vor drei Jahren auf dem Truppenübungsplatz Todendorf im Kreis Plön.

Der Angeklagte ist 32 Jahre alt. Die beiden Soldatinnen waren zur Tatzeit 18 und 22 Jahre alt.

Update, 11.30 Uhr: Prozess nicht öffentlich

Die Staatsanwältin verlas beim Prozessauftakt die Anklage mit Details des sexuellen Missbrauchs. Danach soll der Soldat sich am Abend nach dem Trinkgelage in das Zimmer der beiden erheblich alkoholisierten Frauen, von denen eine sich erbrochen hatte, begeben haben - unter dem Vorwand, helfen zu wollen.

Auf Antrag des Verteidigers des Angeklagten und des Anwalts der beiden Frauen als Nebenklägerinnen beschloss das Gericht, die Erklärung und Vernehmung des Angeklagten und der beiden Frauen unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorzunehmen.

Auch die beiden Opfer stammen laut Anwalt aus Mecklenburg-Vorpommern.

Titelfoto: Ralf Hirschberger/dpa

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