Auslieferung nach Deutschland: Reemtsma-Entführer Drach in Köln eingebuchtet!

Köln - Der frühere Reemtsma-Entführer und mutmaßliche Räuber Thomas Drach (60) ist am Dienstag von den Niederlanden an Deutschland ausgeliefert und in Köln inhaftiert worden.

Am Dienstag ist der frühere Reemtsma-Entführer und mutmaßliche Räuber Thomas Drach (60) an Deutschland ausgeliefert und in Köln inhaftiert worden. (Archivbild)
Am Dienstag ist der frühere Reemtsma-Entführer und mutmaßliche Räuber Thomas Drach (60) an Deutschland ausgeliefert und in Köln inhaftiert worden. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Der Beschuldigte sei mit einem Helikopter in die Justizvollzugsanstalt Köln geflogen worden, teilte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer der Deutschen Presse-Agentur mit. Drach befinde sich nun in Untersuchungshaft.

"Mit dem Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen wird binnen der nächsten Monate zu rechnen sein", sagte Bremer.

Am vergangenen Dienstag hatte ein Gericht in Amsterdam Drachs Auslieferung nach Deutschland gebilligt. Der 60-Jährige war vor zehn Wochen in der niederländischen Hauptstadt festgenommen worden. Er steht unter dem dringenden Verdacht, drei Raubüberfälle begangen zu haben.

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Der in Erftstadt bei Köln geborene Drach soll mit Komplizen 2018 und 2019 drei Überfälle auf Geldtransporter in Köln und Frankfurt am Main begangen haben. Bei einem Überfall wurde ein Wachmann schwer verletzt.

Jahrelang fehlte aber jede Spur von den Tätern.

Mittlerweile wurde auch ein mutmaßlicher niederländischer Komplize von Drach in Amsterdam vorübergehend festgenommen. Auch er soll in Deutschland vor Gericht gestellt werden. Drach, der bis zu seiner Festnahme in Amsterdam gewohnt hatte, hatte gegen die Auslieferung keine Einwände erhoben. Er war erst im Herbst 2013 aus der Haft entlassen worden. Drach hatte 1996 mit Komplizen den Hamburger Erben der Tabak-Dynastie, Jan Philipp Reemtsma, entführt.

Das Opfer wurde nach 33 Tagen wieder freigelassen - gegen umgerechnet rund 18 Millionen Euro Lösegeld. Drach wurde später gefasst und zu vierzehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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