Er zündete Zelle an: Urteil gegen Siegaue-Vergewaltiger erwartet

Köln – Er hatte eine Camperin in der Bonner Siegaue vergewaltigt und war zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Weil er im Gefängnis seine Zelle in Brand gesteckt haben soll, steht der 35-Jährige wegen Brandstiftung vor Gericht. Nun soll ein Urteil fallen.

Der Mann wurde bereits wegen besonders schwerer Vergewaltigung verurteilt.
Der Mann wurde bereits wegen besonders schwerer Vergewaltigung verurteilt.  © Henning Kaiser/dpa

Im Prozess wegen Brandstiftung gegen den sogenannten Siegaue-Vergewaltiger wird am heutigen Freitag um 11 Uhr im Kölner Landgericht das Urteil erwartet.

Der 35-Jährige soll laut Anklage im Februar 2018 seine Zelle in der Justizanstalt (JVA) Köln vorsätzlich in Brand gesetzt haben. Dabei erlitten ein JVA-Beamter und ein Mitgefangener Rauchvergiftungen, der Angeklagte selbst wurde schwer verletzt. Zudem legt ihm die Staatsanwaltschaft Angriffe auf JVA-Beamte zur Last.

Der abgelehnte Asylbewerber aus Ghana sitzt derzeit eine zehnjährige Haftstrafe wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung ab.

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Der dafür rechtskräftig verurteilte Mann hatte 2017 ein junges Paar beim Zelten in der Bonner Siegaue überfallen, mit einer Astsäge bedroht und die Frau vergewaltigt.

Die Staatsanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer für die Brandstiftung eine Erhöhung der zehnjährigen Haftstrafe um zwei Jahre beantragt. Die Verteidigung forderte in Bezug auf die Brandstiftung Freispruch.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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