Mann gibt seiner Freundin "Respektschellen": Als Zeugen ihr zur Hilfe eilen, eskaliert die Situation

Köln - Ein Reisender (50) soll seiner 18 Jahre jüngeren Partnerin (32) während der Fahrt in einer S-Bahn mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Die Aktion betitelte der Mann anschließend als "Respektschelle"! Zeugen griffen ein, als die Situation plötzlich in eine Schlägerei ausartete.

Die Bundespolizei stellte den 50-Jährigen am Kölner Hauptbahnhof. (Symbolbild)
Die Bundespolizei stellte den 50-Jährigen am Kölner Hauptbahnhof. (Symbolbild)  © Bundespolizeiinspektion Köln

Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der Vorfall bereits am Montagabend gegen 21.30 Uhr ereignet. Demnach hatten sich der 50-jährige Iraner und seine Lebensgefährtin aus Kerpen während ihrer Fahrt mit der S-Bahn (Linie 19) gestritten, als die Auseinandersetzung sich in Höhe des Bahnhofs Köln Ehrenfeld zuspitzte.

So soll der Mann der stark betrunkenen 32-Jährigen mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und die Aktion hinterher als "Respektschelle" bezeichnet haben.

Zwei unbeteiligte junge Männer (20 und 21 Jahre) aus Düren eilten der Frau sofort zur Hilfe und versuchten, die Situation zu schlichten, als der 50-Jährige plötzlich auch die beiden Helfer angegriffen und ebenfalls ins Gesicht geschlagen haben soll.

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Wie Zeugen berichteten, sollen die beiden Männer daraufhin zum Gegenschlag ausgeholt und den Aggressor auf den Oberkörper geschlagen haben.

Am Hauptbahnhof war die Fahrt dann für alle Beteiligten beendet!

Polizei leitet Ermittlungen ein

"Einsatzkräfte der Bundespolizei kontrollierten alle Personen am Kölner Hauptbahnhof und forderten Videoaufzeichnungen aus der Bahn an", schilderte ein Polizeisprecher. "Der alkoholisierte 50-Jährige (circa 0,7 Promille) wurde wegen Bauchschmerzen von alarmierten Rettungskräften in ein Krankenhaus verbracht."

Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten, wie es hieß.

Auch gegen die beiden Männer aus Düren seien nach den gemeinschaftlichen Schlägen Ermittlungen eingeleitet worden. "Sie wurden auf freiem Fuß belassen", teilte der Sprecher abschließend mit.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Köln

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