Nach perfiden Enkel-Trick-Maschen: Polizei und Sparkasse rufen Warnumschläge ins Leben

Köln - Ein vermeintlicher Enkel ruft an und bittet in einer Notlage schnellstmöglich um Geld: Die Kreissparkasse Köln und die Polizei wollen potenzielle Opfer des sogenannten Enkel-Tricks in Zukunft besser schützen.

Direktor der Direktion der Kölner Kreissparkasse Wolfgang Eckert (v. l.), Kriminaloberrätin Kira Boden und Kriminaldirektor Michael Esser stellen die neuen Warnumschläge vor.
Direktor der Direktion der Kölner Kreissparkasse Wolfgang Eckert (v. l.), Kriminaloberrätin Kira Boden und Kriminaldirektor Michael Esser stellen die neuen Warnumschläge vor.  © Polizei Köln

Ab sofort geben mehr als 100 Filialen in Köln, im Rhein-Erft-Kreis, Oberbergischen Kreis, Rhein-Sieg-Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis große Geldsummen nur noch in besonderen Umschlägen aus, wie ein Sprecher sagte. Diese seien mit Warnhinweisen bedruckt.

"Haben Sie den Geldbetrag abgehoben, weil Sie telefonisch dazu aufgefordert wurden?" - das ist eine der fünf Fragen, die auf den Umschlägen stehen. Wer eine der Fragen bejaht, solle dringend die Polizei anrufen.

"Da es sich bei den Opfern häufig um alleinstehende ältere Menschen handelt, sind aufmerksame Bankangestellte mitunter die einzigen Menschen, die noch in letzter Sekunde den Betrug erkennen und verhindern können", sagte Kriminaldirektor Michael Esser.

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Die Umschläge sollen zusätzlich für das Thema sensibilisieren.

Nach Angaben der Kreissparkasse entstand in Nordrhein-Westfalen zwischen 2017 und 2019 durch solche Trickbetrüger ein finanzieller Schaden in Höhe von 39 Millionen Euro.

Titelfoto: Polizei Köln (Bildmontage)

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