Polizei stoppt Schwerlast-Transport auf Kölner A4-Brücke

Köln - Die Kölner Polizei hat einen Schwerlast-Transport auf der A4 gestoppt. Der Fahrer (55) des 67 Tonnen schweren Gespanns war ohne Genehmigung sowie mit nicht ordnungsgemäß gesicherter Ladung über die Rodenkirchener Autobahnbrücke gefahren.

Der Transport hätte nur zur Nachtzeit (22 und 6 Uhr) und in Begleitung von insgesamt vier Sicherungsfahrzeugen stattfinden dürfen!
Der Transport hätte nur zur Nachtzeit (22 und 6 Uhr) und in Begleitung von insgesamt vier Sicherungsfahrzeugen stattfinden dürfen!  © Polizei Köln

Wie ein Sprecher der Beamten erklärte, hatten die Ordnungshüter den Transport am Mittwochvormittag an der A4 Richtung Aachen gestoppt.

Das Gespann hätte demnach nämlich ausschließlich in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr unterwegs sein dürfen und zudem von insgesamt vier Sicherungsfahrzeugen begleitet werden müssen!

"Zudem wäre eine Sperrung der auf 40 Tonnen Gewicht für Einzelfahrzeuge begrenzten Brücke in beide Richtungen durch die Polizei erforderlich gewesen", erklärte ein Polizeisprecher.

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Auch die drei Tonnen schwere Schaufel des transportierten Baggers habe Grund zur Beanstandung gegeben, denn diese sei nur mangelhaft gesichert worden.

Der 55-jährige Fahrer des Gespanns hatte bei der Kontrolle zunächst noch versucht, die Polizisten mit einer falschen Genehmigung zu täuschen - die durchschauten den Plan des Mannes jedoch.

Gespann darf erst mit Genehmigung weiterfahren

Die Beamten hatten bereits eine Vermutung, wieso der Transport ohne die erforderliche Genehmigung stattgefunden hatte.

"Polizisten der Koordinierungsstelle für Großraum- und Schwerlasttransporter schätzen, dass sich die Firma durch die nicht genehmigte Fahrt einen Zeitvorteil von circa 48 Stunden gegenüber vorschriftsmäßig agierenden Konkurrenten verschaffen und damit etwa 4500 Euro sparen wollte", hieß es. Die Beamten hätten den Betrag daraufhin beim Fahrer gesichert.

Das Gespann wurde schließlich auf einem Rastplatz abgestellt und darf erst weiter fahren, wenn die erforderliche Genehmigung vorliegt.

Titelfoto: Polizei Köln

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