Großer Betrug: Stadt-Mitarbeiter steckte sich Millionen-Summen in eigene Tasche

Von Martin Höke

Düsseldorf – Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Langenfeld südlich von Düsseldorf soll die dortige Stadtkasse um 1,9 Millionen Euro geprellt haben.

Der 55-Jährige ist in insgesamt 446 Punkten angeklagt. Insgesamt soll er über die Jahre 1,9 Millionen Euro veruntreut haben.
Der 55-Jährige ist in insgesamt 446 Punkten angeklagt. Insgesamt soll er über die Jahre 1,9 Millionen Euro veruntreut haben.  © Bildmontage: Martin Gerten/dpa, 123RF/stylephotographs

Am heutigen Mittwoch um 9.30 Uhr beginnt vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess um den Millionenbetrug.

Dem 55-jährigen Ex-Mitarbeiter der Stadt wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von fast 20 Jahren rund 1,9 Millionen Euro für sich privat abgezweigt zu haben.

Der Mann war bei der Stadt für die Vergabe von Instandhaltungsaufträgen zuständig. Ende Februar 2018 waren die fehlerhaften Abrechnungen aufgefallen. Die Stadt erstattete Strafanzeige.

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Am Tag darauf habe der Baufachmann in Begleitung seines Anwalts bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf eine Selbstanzeige erstattet und ausgepackt, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Dem Geständnis zufolge hatte der 55-Jährige seit 2005 Scheinfirmen erfunden und die Gelder auf eigene Konten fließen lassen.

Die Anklage umfasst 446 Taten mit einem Schadensvolumen von fast 822.000 Euro.

Der Großteil der Taten sei verjährt, erklärte der zuständige Staatsanwalt. Für den Prozess sind bis Ende August noch drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: Bildmontage: Martin Gerten/dpa, 123RF/stylephotographs

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