Knapp ein Jahr nach tragischem Unfall mit drei Toten in Leipzig: Ermittlungen laufen immer noch

Leipzig - Zehn Monate nach einem verheerenden Autounfall in Leipzig mit drei Toten sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

Mitte März 2021 war ein Autofahrer in Leipzig in eine Fußgängergruppe gerast – drei Menschen starben. Die Ermittlungen zu dem tödlichen Unfall sind bis heute nicht abgeschlossen.
Mitte März 2021 war ein Autofahrer in Leipzig in eine Fußgängergruppe gerast – drei Menschen starben. Die Ermittlungen zu dem tödlichen Unfall sind bis heute nicht abgeschlossen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Untersuchungen wegen fahrlässiger Tötung gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher dauern an, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig auf Anfrage mitteilte.

Ein damals 50 Jahre alter Autofahrer war Mitte März vergangenen Jahres in Leipzig an einer Ampel nahe der Straßenbahnhaltestelle Franzosenallee in eine Gruppe Fußgänger gefahren.

Eine 85-jährige Frau und ein 80 Jahre alter Mann waren noch an der Unfallstelle gestorben, eine zweite Frau (80) erlag wenige Stunden später in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Eine dritte Frau (78) erlitt schwere Verletzungen.

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Den Rettungskräften hatte sich ein dramatisches Bild gezeigt. An der Haltestelle lagen Trümmerteile eines Verkehrsschildes, einer Ampel sowie das zerstörte Fahrzeug und zwei Paar Schuhe im Gleisbett.

Augenzeugen hatten damals berichtetet, dass der Autofahrer schnell unterwegs gewesen war.

Ursache nach dramatischem Unfall in Leipzig-Probstheida noch immer unklar

Noch am Abend nach dem Unglück waren am Unfallort Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt worden.
Noch am Abend nach dem Unglück waren am Unfallort Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt worden.  © Einsatzfahrten Leipzig

Laut Polizei war der Fahrer in den Kreuzungsbereich gefahren und hatte mehrere Personen, die eine Fußgängerampel überquerten, erfasst. Anschließend war das Auto von der Fahrbahn abgekommen, gegen eine Ampel gekracht und schließlich im Gleisbett der Straßenbahn gelandet.

Nach ersten Angaben der Polizei hatte der 50 Jahre alte Fahrer keine Drogen und kein Alkohol im Blut. Warum der Mann in die Gruppe gefahren war, ist noch unklar.

Nach ersten Ermittlungen soll der Autofahrer ein Rotlicht an der Ampel missachtet haben. "Wegen der laufenden Ermittlungen werden keine Details bekannt gegeben", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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