Leipziger Staatsanwaltschaft bekommt sachsenweit erste Ansprechperson für LSBTTIQ*

Leipzig - Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat beginnend mit 1. Februar die erste Ansprechperson für LSBTTIQ* in Sachsen benannt.

Die Regenbogenfahne steht in zahlreichen Kulturen weltweit für Aufbruch, Veränderung und Frieden, und sie gilt als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt von Lebensformen. (Symbolbild)
Die Regenbogenfahne steht in zahlreichen Kulturen weltweit für Aufbruch, Veränderung und Frieden, und sie gilt als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt von Lebensformen. (Symbolbild)  © Wolfgang Kumm/dpa

Wie die Behörde mitteilte, wird die Leipziger Staatsanwältin Mareen Klenke die Position ab dem 1. Februar bekleiden. Sie wird dann für Betroffene Strafanzeigen aufnehmen, Fragen zu Verfahren beantworten, Betroffene an zuständige Beamte und Hilfsorganisation vermitteln.

Betroffene und Zeugen vorurteilsmotivierter Hasskriminalität gegen LSBTTIQ* können sich telefonisch unter der Nummer 03412136183 oder per E-Mail unter der Adresse gemeinsam-gegen-hass@stal.justiz.sachsen.de direkt und persönlich an Mareen Klenke wenden.

Das Angebot richtet sich an LSBTTIQ*, das heißt an Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgeschlechtliche, Transgender, Intersexuelle und queere Menschen.

Der Stern in der Abkürzung berücksichtigt Menschen, die sich nicht ausschließlich auf einen der Begriffe festlegen lassen möchten.

LSBTTIQ*-Ansprechperson agiert mit lokalen Akteuren

Unter vorurteilsmotivierter Hasskriminalität versteht man alle Straftaten wie zum Beispiel Beleidigungen, Nötigungen, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen, die sich gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität oder Orientierung richten, also insbesondere aufgrund ihrer Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität, aber auch wegen jeder nicht-heteronormativen Lebensweise.

Studien zufolge trauen sich LSBTTIQ* nur selten, gegen sie gerichtete Straftaten anzuzeigen, unter anderem wegen einem mangelnden Vertrauen gegenüber Strafverfolgungsbehörden und Angst vor Fragen sowie Schuldzuweisungen. Die Ansprechperson soll Betroffenen von nun an mit der nötigen Sensibilität zu begegnen.

Die geschaffene Stelle ist Teil des Landesaktionsplans zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen und kooperiert mit städtischen, zivilgesellschaftlichen Akteuren wie zum Beispiel der RosaLinde Leipzig e.V. oder der Landesarbeitsgemeinschaft Queeres Netzwerk Sachsen e.V.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

Mehr zum Thema Justiz Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0