Mann im Stadtwald niedergestochen: Anklage gegen 18-Jährigen erhoben

Grimma - Ende 2019 wurde ein 29-jähriger Mann aus Thüringen im Stadtwald Grimma niedergestochen. Gegen den 18-jährigen Tatverdächtigen wurde nun Anklage erhoben. 

Im Grimmaer Stadtwald soll der 29-Jährige in einen Hinterhalt gelockt worden sein. (Archiv)
Im Grimmaer Stadtwald soll der 29-Jährige in einen Hinterhalt gelockt worden sein. (Archiv)  © Frank Schmidt

Bereits Anfang Mai 2020 hatte die Staatsanwaltschaft Leipzig Anklage gegen den 18-jährigen Mann wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung erhoben.

Ihm wird vorgeworfen, einen 29-jährigen am Morgen des 8. Dezember 2019 an der Alberthalle im Stadtwald Grimma mit einem Messer verletzt zu haben. 

Der Mann aus Thüringen erlitt eine Stich- und eine Schnittverletzung sowie einige Abwehrverletzungen und musste operativ im Krankenhaus versorgt werden (TAG24 berichtete). 

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Laut Anklageschrift war es zuvor zum Streit zwischen den beiden Beteiligten gekommen, der sich um die Beziehungen der beiden mit einer 15-Jährigen drehte. 

Wie TAG24 erfuhr, soll die Jugendliche ihren Ex-Freund in einen Hinterhalt gelockt haben, wo er auf ihren neuen Partner stieß. 

Die junge Frau behauptete gegenüber der Polizei, der 29-Jährige habe sie zuvor vergewaltigt. 

Zunächst hatte der Tatverdächtige wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes in U-Haft gesessen. Ende Januar wurde er wieder freigelassen. Die Ermittlungen gegen die 15-Jährige wurden Anfang Mai 2020 eingestellt. 

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen war davon auszugehen, dass sie nichts mit der Tat an sich zu tun hatte. 

Titelfoto: Frank Schmidt

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