Privatperson klagte gegen Bauabschnitt: So geht es mit der A14-Verlängerung weiter

Leipzig/Wolmirstedt - Die A14-Nordverlängerung bleibt juristisch umstritten. Die Begründung für die am 9. Dezember eingereichte Klage gegen den Abschnitt zwischen Dahlenwarsleben und Wolmirstedt sei fristgerecht eingegangen, teilte eine Sprecherin des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig am Dienstag auf Nachfrage mit.

Die Begründung für die im Dezember eingereichte Klage ist fristgerecht am Bundesverwaltungsgericht eingegangen. (Symbolbild)
Die Begründung für die im Dezember eingereichte Klage ist fristgerecht am Bundesverwaltungsgericht eingegangen. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Termin dafür war der 17. Februar. Der Senat werde sich jetzt damit befassen und gegebenenfalls eine mündliche Verhandlung anberaumen. Näheres zum zeitlichen Ablauf könne noch nicht gesagt werden.

Bei früheren Klagen gegen die A14-Nordverlängerung dauerte es jeweils rund ein Jahr bis zu einem Verhandlungstermin.

In anderen Fällen hatten sich die Planungsbehörden mit den Klägern, gütlich geeinigt und die Umweltschutzorganisation BUND ihren Verzicht auf weitere Klagen gegen die A14 erklärt. Im Gegenzug wurden zusätzliche Umwelt- und Lärmschutzmaßnahmen berücksichtigt.

Diesmal klagt eine Privatperson gegen die Planungen für den rund 11,5 Kilometer langen Abschnitt, der das bisherige Ende der A14 bei Dahlenwarsleben mit der bei Mose beginnenden Neubaustrecke verbindet und der auch eine Anschlussstelle Haldensleben beinhaltet.

Laut Verkehrsprognose sollen nach Fertigstellung täglich rund 36.000 Autos und 7800 Lastwagen diesen Abschnitt der A14 befahren.

Tausende Autos rollen hier nach Fertigstellung entlang

Die Bauarbeiten auf der A14 sind in vollem Gange. (Symbolbild)
Die Bauarbeiten auf der A14 sind in vollem Gange. (Symbolbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Zum letzten in Sachsen-Anhalt fertig geplanten A14-Abschnitt zwischen Osterburg und Seehausen lief bis 15. Februar das öffentliche Anhörungsverfahren. Rund 24.000 bis 27.000 Autos und 6600 Schwerlastfahrzeuge werden laut Verkehrsprognose hier erwartet.

Gegen den am 14. Dezember 2020 gefassten Planfeststellungsbeschluss für das knapp 17 Kilometer lange Stück kann bis 15. März Klage eingereicht werden.

Für die anderen A14-Abschnitte in Sachsen-Anhalt besteht bestandsfähiges Baurecht. Gebaut wird derzeit zwischen Dolle (Anschlussstelle Tangerhütte) und Lüderitz. Für die Strecken von Lüderitz bis Osterburg laufen die Bauvorbereitungen.

Auf knapp 14 Kilometern zwischen Wolmirstedt und der Anschlussstelle Tangerhütte (bei Dolle) ist die A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt bereits befahrbar.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Mehr zum Thema Justiz Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0