Verschleppt und vergewaltigt: Studentin schildert schreckliches Martyrium

Lübeck – Im Prozess um die Verschleppung und Vergewaltigung einer Studentin hat am Freitag das heute 21 Jahre alte Opfer vor Gericht ihr Martyrium geschildert.

Der Angeklagte verbirgt im Gerichtssaal sein Gesicht hinter einem Aktendeckel.
Der Angeklagte verbirgt im Gerichtssaal sein Gesicht hinter einem Aktendeckel.  © Markus Scholz/dpa

Der Angeklagte habe sie geschlagen, vergewaltigt und sie schließlich gefesselt und geknebelt in einem Knick liegen gelassen, sagte die Medizinstudentin am dritten Tag der Hauptverhandlung vor dem Lübecker Landgericht. 

An den genauen Tatablauf könne sie sich allerdings nur bruchstückhaft erinnern, da sie betrunken gewesen sei. Sie wisse aber noch, dass sie Todesangst gehabt habe, als sie am Morgen in der Feldmark bei Mönkhagen im Kreis Stormarn wieder zu sich gekommen sei.

Der Angeklagte soll die Studentin im Oktober 2019 nach einer Studentenparty in Lübeck verschleppt haben. 

Der 43 Jahre alte Türke muss sich seit Ende April wegen versuchten Mordes, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung vor Gericht verantworten. 

Ein Urteil wird für Mitte Juni erwartet.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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