Teenager (†15) auf offener Straße erstochen: Täter nennt kuriosen Grund für Bluttat

Lüneburg – Attacke mit tödlichen Folgen: Ein 30-Jähriger hat beim Landgericht Lüneburg zugegeben, auf einen jungen Radfahrer in Celle mit einem Messer eingestochen zu haben. 

An dieser Bushaltestelle wurde ein 15-jähriger Junge mit einem Messer getötet.
An dieser Bushaltestelle wurde ein 15-jähriger Junge mit einem Messer getötet.  © Ole Spata/dpa

Das sagte ein Gerichtssprecher nach dem Auftakt des Sicherungsverfahren.

Der Angeklagte habe angegeben, dass er den 15-Jährigen nicht habe töten wollen. Er habe Stimmen gehört und sich von dem Jugendlichen verfolgt gefühlt. 

Dem 30-Jährigen wird Totschlag vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft strebt eine Unterbringung des Deutschen in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Es sei nicht auszuschließen, dass er bei der Tat im April schuldunfähig war, heißt es im Antrag der Anklagebehörde. 


Nach dem Verbrechen hatten mehrere Vereine kritisiert, dass ein mögliches rassistisches Motiv außer Acht gelassen werde. Die Familie des 15-Jährigen stammt aus dem Irak.

Titelfoto: Ole Spata/dpa

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