Mann kriegt negatives Ergebnis, obwohl er den Coronatest nie gemacht hat

Düsseldorf – Nach dem mutmaßlichen großangelegten Betrug mit Coronatests bei einem Unternehmen aus Bochum, laufen bei den Ermittlungsbehörden ansonsten nur wenige andere Verfahren gegen Schnelltest-Anbieter.

Ein Mann soll ein negatives Coronatest-Zertifikat erhalten haben, obwohl er gar nicht zu dem entsprechenden Testtermin erschienen ist. (Symbolbild)
Ein Mann soll ein negatives Coronatest-Zertifikat erhalten haben, obwohl er gar nicht zu dem entsprechenden Testtermin erschienen ist. (Symbolbild)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Wie aus einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags hervorgeht, hat ein Bürger ein mobiles Testzentrum aus Düsseldorf gemeldet, bei dem er trotz abgesagtem Termin ein negatives Ergebnis erhalten habe.

Drei ähnliche Fälle meldete die Staatsanwaltschaft Arnsberg. Weitere Verfahren gibt es aktuell laut den Behörden nicht.

In einem anderen Bericht an den Rechtsausschuss kommt derweil noch ein anderer Betrug mit Negativ-Tests zur Sprache, der aber nichts mit Testzentren zu tun hat: So wird drei Verdächtigen nach einer großen Razzia gegen Clans Anfang Juni vorgeworfen, unter anderem auch entsprechende Zertifikate gefälscht zu haben.

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Die Abteilung für Wirtschaftskriminalität der Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt derweil weiter wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges gegen die Firma MediCan.

Zwei Verantwortliche der Firma befinden sich seit dem 4. Juni in Untersuchungshaft. Gegen einen weiteren Beschuldigten wird seit vergangener Woche ermittelt. Dessen Firma stand laut Staatsanwaltschaft in geschäftlicher Beziehung mit dem Bochumer Unternehmen.

MediCan hat laut Peters den Betrieb mittlerweile eingestellt. Anlass der Ermittlungen waren Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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