Mann nutzt miesen Trick, um fremde Frau zum Sex zu zwingen, nun kommt er ins Gefängnis

Caernarfon (Großbritannien) - Er gab sich als falscher Polizist aus und wollte von seinem Opfer entweder Geld oder Sex. Nun wurde er vor Gericht verurteilt und muss hinter Gitter.

Ein 28-jähriger Brite musste sich wegen Erpressung und Freiheitsberaubung vor Gericht verteidigen. (Symbolbild)
Ein 28-jähriger Brite musste sich wegen Erpressung und Freiheitsberaubung vor Gericht verteidigen. (Symbolbild)  © meinzahn/123RF

Noch vor einem Monat hatte der 28-jährige Waliser Jimmy Cash auf unschuldig plädiert, doch wie britische Medien berichteten, gestand er nun seine Taten ein.

Am vergangenen Freitag stand er per Videoübertragung aus einer Haftanstalt vor einem Richter in der britischen Kleinstadt Caernarfon in der Nähe von Liverpool. Dem jungen Mann wurden Erpressung und Freiheitsberaubung vorgeworfen, außerdem soll er sich als Polizist ausgegeben haben.

Der Staatsanwalt erklärte, was genau geschehen war: Am 20. Oktober vergangenen Jahres hätte der Angeklagte eine junge Frau in ihrem Auto gestoppt.

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Zunächst hätte sein Opfer geglaubt, dass er womöglich ein Undercover-Polizist war und deshalb angehalten. Der 28-Jährige wäre "professionell, ganz in Schwarz gekleidet und sehr überzeugend" aufgetreten und hätte der Dame gesagt, dass er sie wegen zu schnellem Fahrens angehalten hätte.

Anschließend hätte er ihr angeboten, dass sie ihre drohende Strafe womöglich ein wenig mindern könne. In diesem Moment hätte die Frau durchschaut, dass er kein echter Polizist war. Klugerweise aktivierte sie die Aufnahmefunktion ihres Handys, ohne dass er etwas davon mitbekam.

Dann wäre er zu ihr ins Auto gestiegen und hätte ihr ein bösartiges Angebot gemacht: Entweder sie müsste ihm 5000 britische Pfund (knapp 5830 Euro) geben - oder nur 4000 Pfund (etwa 4665 Euro), dafür aber noch eine "sexuelle Gefälligkeit" erweisen.

Opfer konnte fliehen und die Polizei alarmieren

Auf der Audioaufnahme des Handys hörte man den Angeklagten sagen, dass sie "das nicht machen muss, wenn sie das nicht will." Sie könne ihm ja auch einfach das Geld zahlen.

Die Frau hätte die Sex-Option dann sofort abgelehnt und erklärt, dass sie das Geld von einer Bank abheben müsse. Dort angekommen hätte Jimmy Cash im Auto gewartet und ihr gedroht, dass sie fünf Minuten Zeit hätte, ansonsten würde er dafür sorgen, dass "nie wieder laufen kann".

Statt zur Bank wäre die Frau dann aber in ein Café gegangen und hätte dort die Polizei alarmiert. Daraufhin wäre der Angeklagte geflohen, aber am Ende konnte man ihn doch erwischen.

Vor Gericht sagte das Opfer aus, dass die "Welt sich nicht mehr sicher anfühlen" würde. Sie würde sich wohl nie wieder trauen, allein Auto zu fahren.

Weil Jimmy Cash schon früher wegen Diebstahls, Körperverletzung und häuslicher Gewalt vor Gericht gestanden hatte, gab es nun erneut ein hartes Urteil gegen ihn: Er muss für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis.

Titelfoto: meinzahn/123RF

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