Mann soll Ex-Freundin mit Benzin übergossen haben: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Bonn – Die Bonner Staatsanwaltschaft hat einen Mann angeklagt, der seine ehemalige Lebensgefährtin mit Benzin übergossen haben soll. Danach soll er versucht haben, die Frau anzuzünden.

Im Sommer soll der Prozess vor dem Schwurgericht in Bonn starten.
Im Sommer soll der Prozess vor dem Schwurgericht in Bonn starten.  © Thomas Banneyer/dpa

Vorgeworfen werde dem 54-Jährigen unter anderem zweifacher versuchter Mord, teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit.

Der Angriff auf seine Ex-Freundin, mit der er mehr als zehn Jahre lang liiert gewesen sei, soll sich im Dezember 2021 ereignet haben. Der Mann habe die Frau vor ihrer Haustür mit Benzin aus einem mitgebrachten Kanister übergossen. Ihr sei jedoch die Flucht zu Nachbarn gelungen. Dort rief sie die Polizei.

Anschließend soll der Mann mit einem Stein das Wohnzimmerfenster des Einfamilienhauses eingeschlagen, weiteres Benzin aus dem Kanister ins Haus geschüttet und die vier Pflegekinder der Lebensgefährtin aufgefordert haben, in die erste Etage zu gehen.

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Zuletzt habe er das Benzin entzündet. Der Feuerwehr gelang es, den Brand innerhalb einer halben Stunde zu löschen, die vier Kinder konnten unverletzt gerettet werden.

Der Angeklagte sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen schweigt er den Angaben zufolge. Der Prozess soll im Sommer vor dem Bonner Schwurgericht beginnen.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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