Mann soll Internet-Bekannte zum Kindesmissbrauch angestiftet haben

Bonn – Ein 54-Jähriger aus Euskirchen soll eine Bekannte angestiftet haben, ihre eigenen Kinder sexuell zu missbrauchen.

In Bonn steht ein Mann vor Gericht, weil er eine Internet-Bekannte zum missbrauch an ihren eigenen Kindern angestiftet haben soll (Symbolbild).
In Bonn steht ein Mann vor Gericht, weil er eine Internet-Bekannte zum missbrauch an ihren eigenen Kindern angestiftet haben soll (Symbolbild).  © 123RF/Daniil Peshkov

Vor dem Bonner Landgericht begann am Freitag der Prozess gegen den Mann. 

Laut Anklage soll er eine Mutter auf einer Internetplattform aufgefordert haben, ihre beiden fünf und sechs Jahre alten Kinder zu missbrauchen und ihm Videos davon zuzuschicken. Die 39-Jährige tat dies dann auch.

Der Angeklagte führte mit der verheirateten Mutter seit Mitte 2016 ausschließlich eine Fernbeziehung im Netz. Sie hatten sich in einem Sadomaso-Chatroom kennengelernt und tauschten sich regelmäßig über ihre sexuellen Vorlieben aus. 

Laut Anklage soll der 54 Jahre alte Familienvater die Idee entwickelt haben, die beiden Kinder der Frau in ihre Fantasien mit einzubeziehen. Nach den ersten Videos soll er seine Bekannte gelobt und aufgefordert haben, weiter zu machen.

Ein halbes Jahr später entdeckte der Ehemann der 39-Jährigen die Chats. Daraufhin zeigte sie sich selbst und den Angeklagten an. 

Der 54-Jährige legte am ersten Verhandlungstag ein Geständnis ab.

Prozess gegen die Mutter im Herbst

Der Prozess gegen die Mutter wegen Missbrauchs ihrer beiden Kinder soll im Herbst vor dem Landgericht Münster beginnen.

Titelfoto: 123RF/Daniil Peshkov

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