Benedikt XVI. in Bedrängnis? So steht der emeritierte Papst zum neuen Missbrauchsgutachten

Rom/München - Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (94) unterstützt nach den Worten seines Privatsekretärs Georg Gänswein (65) die Veröffentlichung des Münchener Missbrauchsgutachtens.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (94) trug nach Aussagen seines Privatsekretärs mit einer Stellungnahme zum Gutachten bei.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (94) trug nach Aussagen seines Privatsekretärs mit einer Stellungnahme zum Gutachten bei.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

"Er begrüßt die Aufarbeitung in München sowie die Veröffentlichung des Gutachtens", sagte Gänswein der Bild.

Der frühere Erzbischof des Bistums München und Freising habe mit einer umfangreichen Stellungnahme zur Aufarbeitung beigetragen.

In der kommenden Woche wird die Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens von der Münchner Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet.

Pädophiler (54) will Neunjährige für einige Stunden Sex "mieten"
Missbrauch Pädophiler (54) will Neunjährige für einige Stunden Sex "mieten"

Es geht dabei auch um den Fall des Priesters H. aus den 1980er Jahren, der damals nach Grafing bei München versetzt wurde. Zuvor soll er in seinem Heimatbistum Essen in Nordrhein-Westfalen Kinder missbraucht haben.

Benedikt war in München und Freising von 1977 bis 1982 Erzbischof. Die Frage war, was er davon wusste.

Ein Kreuz steht vor der Kirche St. Nikolaus in Garching an der Alz. Dort war ein wegen sexuellen Missbrauchs verurteilter katholischer Priester rund 20 Jahre lang als Pfarrer tätig.
Ein Kreuz steht vor der Kirche St. Nikolaus in Garching an der Alz. Dort war ein wegen sexuellen Missbrauchs verurteilter katholischer Priester rund 20 Jahre lang als Pfarrer tätig.  © Britta Schultejans/dpa

Gänswein hatte jüngst der Zeit gesagt: "Die Behauptung, er (Benedikt) hätte Kenntnis von der Vorgeschichte zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Aufnahme des Priesters H. gehabt, ist falsch."

Titelfoto: Bildmontage: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa, Britta Schultejans/dpa

Mehr zum Thema Missbrauch: