Eigene Gruppen-Vergewaltigung ins Netz gestellt: Polizei schießt auf Täter

Dhubri/Bangalore (Indien) - Nicht mit uns! Polizisten in der indischen Stadt Dhubri gaben sich kämpferisch, als sie vergangene Woche erfuhren, dass in ihrem Bundesstaat das Video einer Gruppenvergewaltigung viral gegangen war.

Eine junge Frau wurde brutal vergewaltigt. Jetzt hat die Polizei die mutmaßlichen Täter geschnappt. (Symbolbild)
Eine junge Frau wurde brutal vergewaltigt. Jetzt hat die Polizei die mutmaßlichen Täter geschnappt. (Symbolbild)  © 123rf/Kritsada Seekham

Das Material zeigt vier Männer, die aus Bangladesch stammen. Die Gruppe vergewaltigt in dem Clip, mit der tatkräftigen Unterstützung von zwei Frauen, eine 22-Jährige, die ebenfalls aus dem indischen Nachbarland stammt.

Die Polizei veröffentlichte Screenshots des Videos und versprach sogar eine Belohnung für Tipps aus der Bevölkerung. Schließlich konnten die Ermittler die Telefonnummer ermitteln, von der aus das Material gesendet worden war, berichtet aktuell The Indian Express.

Demnach hatten die mutmaßlichen Täter die Aufnahme selbst ins Netz gestellt. Die Beamten fanden dann heraus, dass die Gruppe sich im gut 2700 Kilometer entfernten Bangalore aufhielt.

Für die Gesetzeshüter war das jedoch kein Grund aufzugeben. Ganz im Gegenteil: Sie informierten sofort ihre dortigen Kollegen, die unverzüglich ein Spezialteam bildeten.

Polizei spürt Opfer auf

Am Donnerstagabend ging dann alles ganz schnell. Vermutlich konnte das Team aus Bangalore die mutmaßlichen Täter anhand ihrer Handy-Daten ausfindig machen.

Insgesamt sieben Personen versteckten sich in einem Haus im Osten der Stadt. Am frühen Freitagmorgen war es dann so weit und der Zugriff erfolgte.

Dabei versuchten zwei der Verdächtigen zu fliehen. Als sie mit Steinen auf die Beamten warfen, eröffneten diese das Feuer. Verletzt wurde dabei keiner der Angreifer. So landeten am Ende alle sieben Beklagten in einer vierzehntägigen Untersuchungshaft.

Doch wo war das Opfer? Das Team spürte die junge Frau am Samstag im indischen Kerala auf und brachte sie in ein Krankenhaus. Die Bangladeschi soll vor rund drei Jahren aus ihrem Heimatland nach Indien verschleppt worden sein.

Nun hat ihr Martyrium hoffentlich ein Ende.

Titelfoto: 123rf/Kritsada Seekham

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