Elektroschocks und Prügel: Familie hielt Frau monatelang als Sexsklavin

Wien - Eine Familie in der österreichischen Hauptstadt soll eine 40-Jährige monatelang unter massiver Gewalt zur Prostitution gezwungen haben. Dabei soll auch ein Elektroschocker zum Einsatz gekommen sein.

Mit einem Elektroschocker sollen die mutmaßlichen Peiniger ihr 40-jähriges Opfer regelmäßig gequält haben.
Mit einem Elektroschocker sollen die mutmaßlichen Peiniger ihr 40-jähriges Opfer regelmäßig gequält haben.  © 123rf/ Jan Schneckenhaus

Wie die Kronen Zeitung berichtet, wurde der schwere Missbrauchsfall erst jetzt von den Behörden aufgedeckt.

Schon seit März soll das mutmaßliche Opfer in der Wohnung ihrer angeblichen Peiniger festgehalten worden sein.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um Verwandte ihres Ex-Freundes handeln.

Über Monate hinweg musste die 40-Jährige ein wahres Martyrium der Gewalt durchstehen.

Wie ein sichergestellter Kalender beweist, wurde sie mehrere Stunden täglich zum Sex mit Fremden gezwungen.

Bis zu 1000 Euro brachte die Prostitution der Frau ihren Zuhältern ein. Sie selbst sah von dem Geld nichts.

Das musste sie nämlich in einen schmalen Wandschlitz stecken. Dahinter verbarg sich ein Tresor, den die Familie ihres früheren Partners regelmäßig leerte.

Illegale Prostitution in Österreich boomt wegen Corona-Pandemie

Fast zehn Monate lang wurde die Frau zum Sex mit Fremden gezwungen. (Symbolbild)
Fast zehn Monate lang wurde die Frau zum Sex mit Fremden gezwungen. (Symbolbild)  © 123rf/ Tinnakorn Jorruang

Stattdessen gab es für sie zwischen den Terminen mit den Freiern Prügel und Elektroschocks.

Der Missbrauchsfall in der österreichischen Hauptstadt flog im Zuge einer polizeilichen Schwerpunktaktion auf. Derzeit läuft in Wien die "Aktion scharf" des Referats für Prostitutionsangelegenheiten gegen illegale Prostitution und Sexarbeit in Privatwohnungen.

Denn Aktivitäten dieser Art boomen gerade. Grund dafür ist der zweite Lockdown im Zuge der anhaltenden Corona-Pandemie und die damit einhergehende Schließung zahlreicher Bordelle und Sexclubs.

Seit Beginn des Jahres wurden laut Kronen Zeitung an die 400 Anzeigen gestellt und 82.000 Euro Strafgeld eingesammelt.

Im Fall der 40-jährigen Österreicherin wurden bereits mehrere Familienmitglieder von der Polizei festgenommen und sitzen nun in U-Haft.

Titelfoto: 123rf/ Tinnakorn Jorruang

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