Erfundene Vergewaltigung von Mädchen (4): Polizei sucht die Eltern

Koblenz - Im Herbst vergangenen Jahres sorgte der Fall einer angeblichen Vergewaltigung eines vierjährigen Kindes in einer Kindertagesstätte in Koblenz/Pfaffendorfer Höhe für großes Aufsehen. Nun sind weitere Entwicklungen hierzu bekannt geworden.

Die Polizei sucht die Eltern des damals vierjährigen Mädchens, um sie zur Kontaktaufnahme mit den Behörden aufzufordern (Symbolbild).
Die Polizei sucht die Eltern des damals vierjährigen Mädchens, um sie zur Kontaktaufnahme mit den Behörden aufzufordern (Symbolbild).  © Montage: dpa/Boris Roessler, dpa/Boris Roessler

Wie die Bild-Zeitung berichtet, sind die Eltern des damals vierjährigen Mädchens inzwischen untergetaucht.

Laut Bild hatten sie vergeblich versucht, Asyl in Deutschland zu beantragen. Die Zeitung zitiert einen Sprecher mit den Worten: "Die Asylverfahren waren beendet und sie damit zur Ausreise verpflichtet." In der Folge seien die Eltern und ihre Tochter verschwunden.

Die Zeitung spekuliert, dass zwischen der erfundenen Vergewaltigung der Tochter und dem Asylverfahren ein Zusammenhang bestehen könnte.

Zugleich zitiert die Bild aber einen Staatsanwalt aus Koblenz wie folgt: "Es muss derzeit davon ausgegangen werden, dass die Eltern davon überzeugt sind, dass es zu einem Missbrauch ihres Kindes gekommen ist."

Dies spricht gegen eine bewusste Vortäuschung zu dem vermeintlichen Zweck, die Chancen auf ein Asylverfahren zu erhöhen.

Die Polizei sucht demnach die Familie, um sie zur Kontaktaufnahme mit den Behörden aufzufordern.

Kita-Mitarbeiter nach Social-Media-Hetze berufsunfähig

Der angebliche Kindesmissbrauch in der Koblenzer Kita hatte im Oktober in Social-Media-Netzwerken extrem hohe Wellen geschlagen. Dabei kam es auch zu Falschbehauptungen, Beleidigungen und Verleumdungen.

Wie die Bild-Zeitung ebenfalls berichtet, wurde durch diese andauernde Hetze ein männlicher Mitarbeiter der Kita so stark psychisch belastet, dass er berufsunfähig wurde.

Titelfoto: Montage: dpa/Boris Roessler, dpa/Boris Roessler

Mehr zum Thema Missbrauch:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0