Frau zeigt Nachbar wegen Vergewaltigung an: Dann heiratet sie ihn auf der Wache

Kota (Indien) - Was für eine absurde Wendung!

Wurde die Frau Opfer sexuellen Missbrauchs oder nicht (Symbolbild)?
Wurde die Frau Opfer sexuellen Missbrauchs oder nicht (Symbolbild)?  © 123RF/Artit Oubkaew

Anfang des Monats zeigte eine Frau aus dem indischen Kota ihren Nachbarn bei der Polizei wegen Vergewaltigung an. Doch statt vor den Richter ging es für den Beschuldigten und sein mutmaßliches Opfer am Montag in den Hafen der Ehe, berichtet aktuell India Today.

Laut der News-Seite konnte die Polizei einen "Kompromiss" zwischen der Klägerin und ihrem angeblichen Vergewaltiger erzielen. Demnach hätten die Frau und ihr Nachbar nach der erfolgreichen Intervention der Beamten beschlossen zu heiraten.

Was war da nur los?

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Berichten zufolge soll das Paar in Wirklichkeit eine Affäre gehabt haben. Die Anzeige wegen Vergewaltigung habe die Frau offenbar nur deshalb aufgegeben, weil ihr Geliebter sich geweigert haben soll, sie zu heiraten.

Statt einer Vergewaltigung könnte der Mann bei seinem "Opfer" also nur für gekränkte Eitelkeit gesorgt haben. Dennoch wird der Fall momentan weiter untersucht.

Frischgebackenes Ehepaar bittet sogar noch um eine Hochzeitsfeier

Das hinderte das Paar jedoch nicht daran, sich am Montag das Ja-Wort zu geben. Der Bruder der Braut und der Vater des Bräutigams waren dabei, als die beiden unter Beisein der Beamten heirateten.

Die Frischvermählten tauschten neben dem Eheversprechen Girlanden aus, teilte der Polizist Sharad Choudhary mit.

Die Hochzeit fand in einem Tempel der Polizeiwache statt. Dabei wurden die Covid-19-Richtlinien im von Corona schwer gebeutelten Indien streng eingehalten.

Die ohnehin schon absurde Geschichte wurde danach noch ein bisschen kurioser. Das frischgebackene Ehepaar wollte nach der ungewöhnlich zustande gekommenen Trauung nämlich noch eine Hochzeitsfeier organisieren.

Dem schoben die Behörden dann ganz schnell einen Riegel vor. Bei den derzeit katastrophalen Pandemie-Zuständen in Indien sicher alles andere als verwunderlich.

Titelfoto: 123RF/Artit Oubkaew

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