Vater missbraucht Tochter mehrmals und muss nicht ins Gefängnis

Kiel – Trotz mehrfachen schweren Kindesmissbrauchs muss ein 41-jähriger Mann nicht ins Gefängnis. 

Ein junges Mädchen hält sich die Hände vor ihr Gesicht. (Symbolbild)
Ein junges Mädchen hält sich die Hände vor ihr Gesicht. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Die Jugendkammer des Kieler Landgerichts ging am Donnerstag in ihrem Urteil von fünf minder schweren Fällen aus und verhängte dafür eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren. Die Strafe wurde gegen Auflagen zur Bewährung ausgesetzt.

Demnach muss der Mann innerhalb eines halben Jahres sechs Therapiestunden nehmen und weitere 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen. 

5000 Euro hatte der geständige und nicht vorbestrafte Familienvater schon vor Beginn des Prozesses an die heute volljährige Nebenklägerin gezahlt. Das Gericht ging im Urteil von einer - allerdings verbotenen - Liebesbeziehung zu dem anfangs zwölf Jahre alten Mädchen aus.

Mit dem Strafmaß blieb die Kammer deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die dreieinhalb Jahre Haft beantragt hatte. 

Die Anklage hatte dem 41-Jährigen zwischen 2011 und 2012 neun Fälle zur Last gelegt. 

Zwei Fälle wurden im Verfahren eingestellt. In zwei Fällen sprach die Jugendkammer den Mann frei. 

Die Nebenklage hatte drei Jahre und zwei Monate Haft gefordert, der Verteidiger eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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