Kind von Feuerwehrleuten missbraucht? Frauen gehen auf die Straße

Paris - Sie fordern "Gerechtigkeit für Julie": In Frankreich regt sich Protest gegen eine Gerichtsentscheidung im Fall mehrerer Feuerwehrleute, denen vorgeworfen wird, eine Minderjährige vergewaltigt zu haben.

Die Demonstrantinnen forderten ein modernes und kindgerechtes Gesetz.
Die Demonstrantinnen forderten ein modernes und kindgerechtes Gesetz.  © Twitter Screenshot @laurossignol, Facebook Screenshot @Corinne Leriche

Frauenrechtlerinnen protestierten am Mittwochabend vor dem Pariser Justizministerium. Unter ihnen war auch die ehemalige Frauenrechtsministerin Laurence Rossignol, wie der Sender France 3 berichtete.

Eine Frau, die unter dem Pseudonym Julie bekannt ist, wirft mehreren Feuerwehrmännern vor, sie vergewaltigt zu haben. Die Vorfälle sollen sich zwischen 2008 und 2010 ereignet haben, als sie zwischen 12 und 14 Jahre alt war.

Ein Gericht hatte kürzlich entschieden, den Vorwurf nicht als Vergewaltigung einzustufen, sondern die Männer wegen eines Delikts anzuklagen, das auch ein einvernehmliches sexuelles Verhältnis zwischen einem Minderjährigen und einem Erwachsenen einschließt.

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Die Demonstrantinnen fordern, dass jeder Geschlechtsverkehr zwischen einem Erwachsenen und einem Minderjährigen unter einer bestimmten Altersgrenze als Vergewaltigung eingestuft wird.

Die ehemalige Ministerin und heutige Senatorin Rossignol kündigte an, einen entsprechenden Gesetzesentwurf einreichen zu wollen. Die Mutter des Mädchens, die ebenfalls bei der Protestaktion anwesend war, schrieb bei Facebook, dass sie den "fürchterlichen Kampf" fortsetzen wolle.

Titelfoto: Twitter Screenshot @laurossignol, Facebook Screenshot @Corinne Leriche

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