Mann schließt Freundin drei Tage in Leichensack ein: Nur ein Schlitz bleibt ihr zum Atmen

Sunshine Coast (Australien) - Das was Shirley Smith (*Name geändert) erlebt hat, wünscht man nicht mal seinem schlimmsten Feind. Drei Tage lang musste die 32-Jährige in einem Leichensack verbringen. Und das, weil ihr damaliger Freund sie dort eingepackt hatte.

Die Frau verbrachte drei Tage lang in einem Leichensack. (Symbolbild)
Die Frau verbrachte drei Tage lang in einem Leichensack. (Symbolbild)  © 123RF/sudok1

Erstmals sprach die Australierin über den grausamen Vorfall von vor zwei Jahren.

Ihr Ex-Partner, mit dem sie ganze 16 Jahre lang zusammen war, quälte sie physisch und psychisch. Macht, Missbrauch und Isolation standen an der Tagesordnung. "Ich hätte lieber tausend Schläge eingesteckt als manche Dinge, die er zu mir sagte", gestand Smith bei einem Interview mit News.com.au.

Der Missbrauch und die häusliche Gewalt begannen jedoch nicht sofort. Anfangs gab sich ihr Ex-Freund "charmant" und "sanft". Der Horror ginge erst los, als das damalige Paar zusammenzog. Bis heute wissen einige ihr nahestehende Personen nicht, was wirklich passiert ist.

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Im Laufe der Zeit war sie ganze neunmal schwanger und verlor durch die permanente Gewalt ihres Partners jedes ihrer ungeborenen Kinder.

Vergessen wird Smith sie aber nicht: "Ich werde sie immer bei mir haben, bis ich sterbe."

Häusliche Gewalt: Opfer hat Peiniger nie angezeigt

Die Frau wurde über 16 Jahre lang psychisch und physisch von ihrem Partner missbraucht. (Symbolbild)
Die Frau wurde über 16 Jahre lang psychisch und physisch von ihrem Partner missbraucht. (Symbolbild)  © 123RF/Thai Noipho

2018 geschah jedoch etwas, was an Grausamkeit nicht zu überbieten ist. Eines Tages hielt ihr Ex ihr eine Schrotflinte an den Kopf und zwang sie, in einen Leichensack zu steigen. Um zu atmen und zu trinken, gab es lediglich einen kleinen Schlitz.

Glücklicherweise konnte Smith aus der Situation entkommen und ergriff rund einen Monat später endgültig die Flucht. Angezeigt wegen Missbrauchs und Gewalt hat die 32-Jährige ihren Peiniger aber nie. Das hätte "alles nur noch schlimmer gemacht", meinte sie.

Während ihrer Flucht zog Smith unter falschem Namen von Hotel zu Hotel, kam für acht Monate in einem Frauenhaus unter. Seit zwei Jahren hat die Australierin nichts mehr von ihrem ehemaligen Partner gehört. Heute führt sie ein selbstbestimmtes Leben. Die Angst, dass ihr Ex sie doch noch finden sollte, ist aber täglich da.

"Ich muss tun, was ich tun muss, um jeden Tag zu überleben. Wenn er sich mir irgendwann zeigen wird, werde ich nicht weggehen."

Titelfoto: 123RF/sudok1

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