Missbrauchskomplex Münster: Gesuchter Verdächtiger stellt sich in Berlin

Münster - Die Ermittler im Missbrauchskomplex Münster suchten mit einem Foto nach einem unbekannten Tatverdächtigen.

Die Polizei suchte diesen unbekannten Verdächtigen, der auf mehreren Video- und Bilddateien beim schweren sexuellen Missbrauch eines Kleinkindes zu sehen ist.
Die Polizei suchte diesen unbekannten Verdächtigen, der auf mehreren Video- und Bilddateien beim schweren sexuellen Missbrauch eines Kleinkindes zu sehen ist.  © Polizei NRW

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe ein Richter einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung erlassen, hieß es von der Polizei am Dienstag.

Der männliche Verdächtige sei auf mehreren beschlagnahmten Bild- und Videodateien zu sehen. "Diese zeigen schwere sexuelle Missbrauchshandlungen an einem unbekannten männlichen Kleinkind", teilten die Fahnder der Ermittlungskommission "Rose" mit.

Der Tatverdächtige habe kurze hellbraun beziehungsweise dunkelblonde Haare, ausgeprägte Geheimratsecken und spreche mit Berliner Dialekt.

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Münster ist einer von drei großen Missbrauchsfällen der vergangenen Jahre in Nordrhein-Westfalen. Der Fall kam im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht.

Im Zuge dessen hatte es in mehreren Bundesländern und im Ausland Festnahmen gegeben.

Die Gartenlaube ist einer der Tatorte im Missbrauchskomplex Münster.
Die Gartenlaube ist einer der Tatorte im Missbrauchskomplex Münster.  © Marcel Kusch/dpa

Update 22.14 Uhr: Gesuchter stellt sich

Am Dienstagabend hat sich der Tatverdächtiger gestellt. Der 37 Jahre alte Mann sei in Berlin widerstandslos festgenommen worden, teilte die Polizei in Münster mit. Aufgrund des großen Fahndungsdrucks habe sich der Mann unmittelbar vor der Festnahme im Beisein seines Rechtsanwalts telefonisch bei der Polizei gemeldet.

Nach der Veröffentlichung des Fahndungsfotos waren bei der Polizei über die Hinweishotline und per E-Mail knapp vier Dutzend Hinweise eingegangen. Mehrere hätten konkret darauf hingedeutet, dass es sich bei dem Gesuchten um den 37-Jährigen aus Berlin handeln könnte.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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