Missbrauchskomplex Münster: Zwei Männer zu mehreren Jahren Knast veruteilt

Münster - Im Missbrauchskomplex Münster verkündet das Landgericht Münster am Freitag (11 Uhr) ein weiteres Urteil.

Der 50-jährige Mann aus Hannover soll den Ziehsohn des 27 Jahre alten Hauptangeklagten im Missbrauchskomplex Münster vergewaltigt haben.
Der 50-jährige Mann aus Hannover soll den Ziehsohn des 27 Jahre alten Hauptangeklagten im Missbrauchskomplex Münster vergewaltigt haben.  © Guido Kirchner/dpa

Der Angeklagte 50 Jahre alte Mann aus Hannover soll den Ziehsohn des 27 Jahre alten Hauptangeklagten im Herbst 2019 in einer Wohnung an seinem Wohnort schwer sexuell missbraucht haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer vor einer Woche vier Jahre und acht Monate Haft gefordert, der Verteidiger zwei Jahre und acht Monate.

Weitere Prozesse, wie gegen den Hauptbeschuldigten IT-Techniker aus Münster und weitere Angeklagte, sind am Landgericht Münster anhängig. Verhandelt wird bis ins Frühjahr.

Ein erstes Urteil hatte das Gericht Ende November gesprochen und einen 53-Jährigen für drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis geschickt.

Der Mann aus Norderstedt in Schleswig-Holstein muss wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Haft. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Update, 12.25 Uhr: Zwei Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt

Der 50-jährige Angeklagte (M) aus Hannover wurde zu 4 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt.
Der 50-jährige Angeklagte (M) aus Hannover wurde zu 4 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt.  © Guido Kirchner/dpa

Das Landgericht Münster hat die zwei Männer aus Hannover zu Haftstrafen verurteilt. Ein 30-Jähriger muss für neun Taten des schweren sexuellen Missbrauchs für 7 Jahre und 9 Monate ins Gefängnis, ein 50 Jahre alter Mann für zwei Fälle für 4 Jahre und 3 Monate, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Beide Verfahren wurden getrennt und zum Schutz der Opfer weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Im Fall des älteren Mannes war eine Wohnung in Hannover der Tatort. Dort hat er nach Überzeugung des Gerichts den Ziehsohn des 27 Jahre alten Hauptangeklagten im Missbrauchskomplex Münster im Herbst 2019 vergewaltigt.

Im Fall des 30-Jährigen waren die Tatorte unter anderen in Münster, Hannover und auf Sylt. Beide jetzt verurteilten hatten die Taten gestanden und so dem heute elfjährigen Opfer eine Zeugenaussage vor Gericht erspart.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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