Missbrauchsskandal in Münster: Nächster Mann vor Gericht

Münster/Aachen - Mit einem weiteren Prozessstart wird am Dienstag (9.30 Uhr) die strafrechtliche Aufarbeitung des Missbrauchskomplexes Münster fortgesetzt.

Außenansicht des Landgerichts in Münster.
Außenansicht des Landgerichts in Münster.  © Fabian Strauch/dpa

Angeklagt ist ein 27 Jahre alter Mann aus Aachen, dem vorgeworfen wird, einen inzwischen elfjährigen Jungen aus Münster wiederholt vergewaltigt zu haben.

Bei dem Opfer handelt es sich um den Ziehsohn eines IT-Technikers aus Münster, der in dem ausufernden Fall eine Schlüsselrolle spielt.

Der in einem weiteren Verfahren Hauptangeklagte soll das Kind immer wieder selbst schwer sexuell missbraucht und es anderen Männern für schwere sexualisierte Gewalttaten überlassen haben.

In mehreren laufenden Verfahren stehen bereits insgesamt sechs Männer und eine Frau wegen der Taten vor dem Landgericht.

Ein Mann aus Schleswig-Holstein wurde zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Angeklagter bislang nicht vorbestraft

Dem Mann aus Aachen wirft die Staatsanwaltschaft außerdem vor, Handyfotos von zwei unbekleideten Jungen aus seinem verwandtschaftlichen Umfeld gemacht zu haben.

Mehrfach soll es dabei zu sexuellen Übergriffen gekommen sein, die von der Staatsanwaltschaft allerdings nicht als schwerer Missbrauch eingestuft werden.

Der bislang nicht vorbestrafte 27-Jährige habe sich nicht zu den Tatvorwürfen geäußert. Es wird erwartet, dass weite Teile des Prozesses zum Schutz der Opfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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