Nach Sex-Folter an Kollegin: Urteile gegen Frauenbande

Bülach - Aus Rache entführten und quälten drei Frauen (23, 25, 29) und ihre Anführerin (25) eine 21-Jährige. Sie missbrauchten sie fast einen ganzen Tag, auch sexuell (TAG24 berichtete). Am Donnerstag wurden die Urteile am Bezirksgericht in Bülach in der Schweiz verkündet. 

Die Frauenbande fuhr mit dem Opfer zuerst in einen Wald, wo sich die 21-Jährige ausziehen musste. (Symbolbild)
Die Frauenbande fuhr mit dem Opfer zuerst in einen Wald, wo sich die 21-Jährige ausziehen musste. (Symbolbild)  © 123rf.com/Phongsak Meedaenphai

Stundenlang war die junge Frau in der Gewalt ihrer Peinigerinnen. 

Die hatten ihr Opfer erst auf einen Parkplatz gelockt, sie anschließend entführt und unter anderem in einem Wald und einer Wohnung gequält, geschlagen und sexuell missbraucht.

So hatte die Bandenchefin der jungen Frau, mit der sie auch zusammen arbeitete, mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. 

Außerdem zwang sie ihr Opfer, nackt vor der Kamera zu posieren und sich mit einem Dildo selbst zu befriedigen. 

Danach rammte sie ihr das mit Mayonnaise beschmierte Sexspielzeug brutal in den After.

Nach der stundenlangen Tortur wurde die Frau auf einem Parkplatz ausgesetzt. 

Damit sie nicht zur Polizei geht, drohten die Quälerinnen, dass sie andernfalls dafür sorgen würden, dass sie als Zwangsprostituierte in Italien landet.

Der Grund für die Grausamkeiten: Die 21-Jährige hatte ihre alleinerziehende Kollegin bei der Schweizer Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gemeldet und behauptet, dass diese eine schlechte Mutter ist. Das ließ die 25-Jährige nicht auf sich sitzen.

Die Geschädigte ging trotzdem zur Polizei, kurz darauf wurden alle vier Frauen festgenommen. Prozessbeginn war am 25. Juni. Nun wurden die Urteile gefällt.

Hohes Strafmaß und Landesverweis

Laut dem Schweizer "Blick" verurteilte das Bezirksgericht Bülach die Täterinnen, die alle die kosovarische Staatsbürgerschaft haben, zu Haftstrafen.

Die 25-jährige Pflegeassistentin, die vom Opfer am schwersten belastet wurde, kassierte drei Jahre und acht Monate Haft. Außerdem wird sie fünf Jahre des Landes verwiesen. Ihre Schwester (29) wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt und ebenfalls für fünf Jahre des Landes verwiesen. 

Eine weitere 25 Jahre alte Beschuldigte muss drei Jahre und vier Monate hinter Gitter. Die Strafe für die 23-Jährige: zwei Jahre und vier Monate Haft, von denen sie acht absitzen muss. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Dem Opfer selbst fehlte die Kraft, beim Prozess vor Gericht zu erscheinen. Seit der Entführung befinde sie sich in psychiatrischer Behandlung.

Titelfoto: 123rf.com/Phongsak Meedaenphai

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