Schwere Missbrauchs-Vorwürfe: Schwimm-Star beschuldigt Vater!

Budapest - Dramatische Enthüllung: Schwimmerin Liliana Szilagyi (25) erhob auf Instagram ernste Anschuldigungen gegen ihren Vater Zoltan Szilagyi (54). Er soll sie jahrelang missbraucht haben.

Aus ihrem Instagram-Profil teilte Liliana Szilagyi (25) ihre erschütternde Geschichte.
Aus ihrem Instagram-Profil teilte Liliana Szilagyi (25) ihre erschütternde Geschichte.  © Screenshot/Instagram/lilianaszilagyi

Die Vize-Europameisterin von 2016 erzählte in einem ausführlichen Post von ihren Kindheits- und Jugenderfahrungen.

"Ich wurde missbraucht. Nach 25 Jahren bin ich bereit, die schwierigsten Worte zu sagen, die es je für mich gegeben hat", beginnt der Beitrag der ungarischen Sportlerin.

"Nach so viel Schmerz und Kampf werde ich aufstehen, und obwohl ich weiß, dass das Thema sehr umstritten ist, werde ich meine Meinung sagen, weil es notwendig ist."

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Anschließend unterstellte Liliana ihrem Vater, dem Rechtsanwalt und Schwimmtrainer Dr. Zoltan Szilagyi, sie "körperlich, emotional, sexuell" missbraucht zu haben.

"Wenn ich nicht die erwarteten Ergebnisse lieferte, wurde ich ignoriert und mit verschiedenen Strafen belegt", erklärte die 25-Jährige. "Sei es körperliche Züchtigung, Einschüchterung, Liebes- und Aufmerksamkeitsentzug oder sexueller Missbrauch."

Außerdem habe der 54-Jährige auch die Mutter der Athletin wiederholt verprügelt. Damals realisierte die Schmetterlings-Spezialistin nicht, wie schlimm die Situation eigentlich war. Sie hätte alles für die "Liebe und Akzeptanz" ihres Vaters getan und habe in einer Illusion gelebt.

"In der akzeptiert wurde, dass mein Vater meine Mutter halbohnmächtig schlug, wenn ihm nicht gefiel, was sie sagte oder tat. Das tat er auch, als sie schwanger mit mir war."

Liliana Szilagyi erhob auf Instagram schwere Vorwürfe gegen ihren Vater

Ex-Schwimmer Zoltan Szilagyi bestreitet die Anschuldigungen seiner Tochter

Liliana Szilagyi (25) bei der Schwimm-Europameisterschaft 2016 in London.
Liliana Szilagyi (25) bei der Schwimm-Europameisterschaft 2016 in London.  © EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Nach der EM 2016, bei der Szilagyi Silber gewann, habe sie den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen. Sie teile ihre Geschichte nun, um anderen Opfern zu helfen, die glauben, allein mit ihrem Schicksal zu sein.

Ein weiterer Grund sei ihre Schwester Gerda (18), die noch bei ihrem Vater lebt. "Ich tue mein Bestes, um sie in ein gesundes Umfeld zu bringen, aber ich habe große Angst davor, wie es ihr in Wirklichkeit gehen könnte", so Liliana.

Zoltan war einst selbst ein bekannter Schwimmer und nahm dreimal an den Olympischen Spielen (1988, 1992, 2000) teil, außerdem wurde er nationaler Kraul-Meister.

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In einem offenen Brief verteidigte er sich gegen die Vorwürfe seiner Tochter und wies sie zurück, wie "Daily News Hungary" berichtete. Vor Gericht würde sich sowieso rausstellen, dass die Anschuldigungen falsch sind, so der Jurist.

Weiterhin schlug er Liliana vor, den Familiennamen ihrer Mutter anzunehmen, da sie kein Recht mehr habe, sich Szilagyi zu nennen.

Der ungarische Schwimmverband habe derweil den Ausschuss für Kinderschutz und den Disziplinarausschuss beauftragt, den Fall zu untersuchen.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/lilianaszilagyi

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