Polizeibeamter soll Kind sexuell missbraucht haben: Stiefvater im Visier der Ermittler!

München - Am vergangenen Sonntag wurde das Polizeipräsidium in München über einen zurückliegenden sexuellen Missbrauch eines Kindes in Kenntnis gesetzt.

Die Polizeibeamten in München ermitteln gegen einen ihrer Kollegen. Der Verdacht erhärtete sich nach der Aussage des Opfers. (Symbolbild)
Die Polizeibeamten in München ermitteln gegen einen ihrer Kollegen. Der Verdacht erhärtete sich nach der Aussage des Opfers. (Symbolbild)  © 123RF/Heiko Kueverling

Im Verdacht steht der eigene Stiefvater des Kindes. Es handelt sich dabei um einen 55 Jahre alten Polizeibeamten, der selbst beim Polizeipräsidium in der Landeshauptstadt tätig ist.

Daraufhin wurden umgehend Erstmaßnahmen getroffen und Ermittlungen aufgenommen, teilte die Polizei mit.

"Das Tatopfer wurde im Laufe des Tages kriminalpolizeilich vernommen. Hierbei erhärtete sich der Tatverdacht, so dass es in Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft München II im Laufe des Nachmittags zur Festnahme des Tatverdächtigen kam", heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstag.

Auf Anordnung des Ermittlungsrichters sitzt der 55-jährige Verdächtige nun in Untersuchungshaft.

Dienstverbot "mit sofortiger Wirkung" verfügt

Zum Schutz des Opfers werden keine Details zur Identität des Kindes bekannt gegeben. (Symbolbild)
Zum Schutz des Opfers werden keine Details zur Identität des Kindes bekannt gegeben. (Symbolbild)  © Katarzyna Białasiewicz/123RF

Zudem zog die Behörde sofort entsprechend weitere Konsequenzen gegen den mutmaßlichen Sexualstraftäter.

In der entsprechenden Pressemitteilung heißt es: "Vonseiten der Abteilung Personal des Polizeipräsidiums München wurde umgehend ein Disziplinarverfahren eingeleitet und ein Verbot der Dienstgeschäfte für den Tatverdächtigen wurde mit sofortiger Wirkung verfügt."

Genaue Details zu den bisherigen Vorwürfen - besonders in Bezug auf das betroffene Kind - will man vorerst nicht bekannt geben, wie am Dienstag explizit mitgeteilt wurde.

"Aufgrund der noch umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen, vor allem aber auch aus Gründen des Schutzes für das minderjährige Opfer wird um Verständnis gebeten, dass zu diesem Fall aktuell keine weiteren Angaben gemacht werden können."

Somit werden vorerst keine weiteren Angaben zu Alter oder Geschlecht des betroffenen Kindes gemacht.

Es soll unter anderem verhindert werden, dass dadurch mögliche Rückschlüsse auf die Identität des Opfers gezogen werden könnten.

Titelfoto: Katarzyna Białasiewicz/123RF

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