Sexuelle Gewalt in der Familie: Kommission präsentiert Studie in Berlin

Berlin - Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs stellt am Dienstag ab 11 Uhr eine Studie zur sexuellen Gewalt in der Familie vor.

Kindesmissbrauch findet häufig innerhalb der Familie statt. Am Dienstag stellt die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs ihre Studie vor. (Symbolfoto)
Kindesmissbrauch findet häufig innerhalb der Familie statt. Am Dienstag stellt die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs ihre Studie vor. (Symbolfoto)  © 123RF/releon003

Dabei geht es auch um die gesellschaftliche Aufarbeitung dieses lange verdrängten Themas von 1945 bis in die Gegenwart.

Die Kommission wurde 2016 von der Bundesregierung einberufen. Seitdem meldeten sich 1041 betroffene Menschen. In Zwischenberichten von 2017 und 2019 hieß es, in mehr als 80 Prozent der Fälle seien die Opfer Mädchen oder junge Frauen gewesen.

Mehr als die Hälfte der Opfer erlebten den sexuellen Missbrauch in der Familie und näheren Verwandtschaft. Die Täter waren fast immer Männer, oft die Väter.

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Den Opfern wurde oft weder geglaubt noch geholfen. Andere Familienangehörige, besonders Mütter, reagierten trotz ihres Wissens häufig nicht und duldeten den Missbrauch. Hilfe von Schule oder Jugendämtern fehlte ebenso.

Zusätzlich litten betroffene Kinder und Jugendliche unter Misshandlungen und Vernachlässigungen, zum Teil auch in Schulen, Kirchen, Heimen oder Freizeiteinrichtungen.

Titelfoto: 123RF/releon003

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