Mehrjährige Haftstrafe für 43-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs

Schwerin - Fünf Jahre und drei Monate! So lange muss ein 43-Jähriger wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs ins Gefängnis. Das Landgericht Schwerin hat ihn am Donnerstag zu der Strafe verurteilt.

Das Landgericht Schwerin hat am Donnerstag einen 43-Jährigen verurteilt. (Archivbild)
Das Landgericht Schwerin hat am Donnerstag einen 43-Jährigen verurteilt. (Archivbild)  © Jens Büttner/ZB/dpa

Der Angeklagte aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim hatte zuvor gestanden, sich im Sommer 2017 fünfmal an seinem damals neunjährigen Neffen vergangen zu haben. 

Indem er die Taten einräumte ersparte der 43-Jährige dem Kind, vor Gericht aussagen zu müssen. Dem Geständnis war die Zusicherung des Gerichts vorausgegangen, ihn höchstens zu fünfeinhalb Jahren Haft zu verurteilen. Den Angaben zufolge hatte der Mann Besuche des Neunjährigen genutzt, um sich an ihm zu vergehen.

Durch die Taten habe er das Kind psychisch schwer geschädigt, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Außerdem habe er das innerfamiliäre Vertrauen missbraucht.

In das Strafmaß wurde eine Verurteilung über vier Jahre und sechs Monate Haft einbezogen. 

Der Mann war bereits 2018 wegen sexuellem Missbrauchs eines Mädchens aus seiner Nachbarschaft schuldig gesprochen worden. 

Dessen Mutter hatte ihn gebeten, das Mädchen von der Schule abzuholen, weil in den sozialen Medien Gerüchte kursierten, in der Region würden zwei Männer in einem Transporter herumfahren, um Kinder "wegzufangen". Statt die Achtjährige sicher nach Hause zu bringen, nahm er sie mit in seine Wohnung und missbrauchte sie.

Titelfoto: Jens Büttner/ZB/dpa

Mehr zum Thema Missbrauch:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0