Arzt untersucht Patientin wegen Husten vaginal und anal!

Zürich - In Zürich steht seit Mittwoch ein deutscher Arzt wegen Schändung vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, eine Patientin auch vaginal und anal untersucht zu haben, obwohl das nicht zur Behandlung ihrer Beschwerden gehörte.

Die Patientin kam mit Husten und Schnupfen zum Arzt, der Mediziner "untersuchte" sie deshalb auch am Gesäss und im Schambereich. (Symbolbild)
Die Patientin kam mit Husten und Schnupfen zum Arzt, der Mediziner "untersuchte" sie deshalb auch am Gesäss und im Schambereich. (Symbolbild)  © 123rf.com/lenetstan

Laut dem Schweizer "Blick" kam die Frau im vergangenen Herbst zu dem Mediziner, weil sie unter Husten, Schnupfen und Halsschmerzen litt.

Zunächst habe der Mann, der um die 50 Jahre alt sein soll, ihre Lunge mit einem Stethoskop abgehört. Danach wollte er sie wegen Bauchschmerzen untersuchen und fragte, ob die Frau an Verstopfung leide. Das war nicht der Fall.

Trotzdem wies er sie an, sich auf den Behandlungstisch zu legen und ihre Hose sowie die Unterwäsche herunterzuziehen.

Dann untersuchte er sie auch im Schambereich und am Gesäß. Dazu führte er einen Finger zuerst anal ein und tastete sie ab.

Ohne Handschuhe zu tragen führte er anschließend einen Finger in ihre Vagina ein und strich dabei auch über ihre Schamlippen und die Klitoris.

Zum Schluss bestätigte der Arzt, dass die Frau "untenrum" nichts habe und sagte ihr, dass sie sich wieder anziehen könne.

Für die zuständige Staatsanwaltschaft ist klar, dass der Deutsche die Notlage seiner Patientin ausnutzte. Sie habe nicht erkennen können, dass die medizinische Untersuchung überschritten wurde und sein weiteres Handeln ausschließlich sexuell motiviert war.

Die Staatsanwältin verlangte eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Außerdem ein Tätigkeitsverbot für fünf Jahre sowie einen Verweis des Landes, ebenfalls über fünf Jahre. Das Urteil steht aus.

Titelfoto: 123rf.com/lenetstan

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