Vater sitzt seit drei Jahren wegen Vergewaltigung seiner Tochter im Knast: Dann kommt die bittere Wahrheit heraus!

Modinagar (Indien) - Wer war hier Opfer und wer Täter?

Was war in diesem Fall wirklich geschehen (Symbolbild)?
Was war in diesem Fall wirklich geschehen (Symbolbild)?  © 123RF/Artit Oubkaew

Im Sommer 2017 schien dieser Fall ziemlich eindeutig zu sein. Eine Tochter aus dem indischen Modinagar beschuldigte ihren Vater der Vergewaltigung.

Der Onkel mütterlicherseits des Mädchens hatte den mutmaßlichen Missbrauch auf einer Polizeiwache gemeldet, die Beamten den Beklagten kurz darauf verhaftet.

Vor dem Gericht des Sonderrichters Mahendra Srivastava wurde der Fall schließlich verhandelt. Aufgrund der Aussage des Mädchens kam ihr eigener Vater schon kurz darauf ins Gefängnis. Niemand hatte ernsthafte Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers gehegt.

Der Verurteilte saß seit August 2017 fast 3,5 Jahre hinter Gittern, bis es am vergangenen Freitag zu einer überraschenden Wendung kam, berichtet die Times of India. Demnach soll die ganze Geschichte eine Lüge gewesen sein.

So verurteilte an diesem Tag ein Sondergericht den Onkel des Mädchens zu einer einmonatigen Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet knapp 570 Euro.

Grund: Der Mann hatte seine Nichte damals zu der Falschaussage angestachelt! Demnach hatte sich der Inder alles nur ausgedacht, um seinem Schwager zu schaden.

Gericht ordnet Freilassung des Inhaftierten noch am selben Tag an

Der Sonderstaatsanwalt Utkarsh Vats sagte am Freitag, dass das Mädchen zum damaligen Zeitpunkt bei ihrem Onkel gelebt hatte. Aufgrund der Beharrlichkeit des Mannes sei sie schließlich bereit gewesen, ihren Vater in einen Fall von falscher Vergewaltigung zu verwickeln.

Nachdem die bittere Wahrheit ans Licht gekommen war, ordnete das Gericht noch am Freitag die Freilassung des inhaftierten Vaters an.

Genauere Gründe, warum sich dessen Tochter seinerzeit zu dieser grausamen Tat überreden ließ, wurden nicht weiter erläutert. Auch das Alter des Mädchens wurde nicht bekannt gegeben.

Titelfoto: 123RF/Artit Oubkaew

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