Vorbestrafter Lehrer soll 36 Kinder missbraucht haben

Madrid - Die Polizei hat einen Schullehrer im spanischen Madrid festgenommen. Er soll 36 Kindern im Alter zwischen vier und acht Jahren sexuell missbraucht haben.

Der Lehrer log zuerst, noch nie wegen sexuellen Missbrauchs belangt worden zu sein. Dann fand die Polizei Datenmengen mit einschlägigem Bildmaterial.
Der Lehrer log zuerst, noch nie wegen sexuellen Missbrauchs belangt worden zu sein. Dann fand die Polizei Datenmengen mit einschlägigem Bildmaterial.  © 123rf/Milkos

Aufnahmen des Missbrauchs habe der Mann, der auch als Babysitter tätig gewesen sei, ins Netz gestellt, teilte die Polizei am Freitag mit. Er habe seine Stellung als Lehrer missbraucht, um sich das Vertrauen der Schüler und der Eltern zu erschleichen.

Den für Kinderbetreuung vorgeschriebenen Nachweis, noch nie wegen sexuellen Missbrauchs belangt worden zu sein, habe der Brite ebenso wie seinen Namen gefälscht.

Tatsächlich sei er schon in seiner Heimat wegen des Besitzes von Bildmaterial mit Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden, schrieb die Polizei.

Einen ersten Hinweis auf möglicherweise in Spanien gemachte Aufnahmen von sexuellem Missbrauch, die im Netzwerk Tor verbreitet worden seien, habe die australische Polizei gegeben.

Vor einem Jahr habe daraufhin eine Untersuchung mit hohem technischen Aufwand begonnen, wer in den Videos und auf den Fotos zu sehen ist und wo in Spanien die Aufnahmen gemacht worden sein könnten.

Nachdem eine Schule in Madrid identifiziert worden sei, habe die Polizei das gesamte Personal überprüft. Bei der Identifizierung des Verdächtigen habe geholfen, dass die Aufnahmen mit einem Smartphone mit englischsprachigem Betriebssystem gemacht wurden.

In der Wohnung des Verhafteten seien dann große Mengen an Datenträgern mit einschlägigem Bildmaterial gefunden worden.

Titelfoto: 123rf/Milkos

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