Kinderporno-Razzien in Schwaben: Jüngster Tatverdächtiger erst 15 Jahre alt

Neu-Ulm - Bei der Durchsuchung mehrerer Wohnungen in Schwaben hat die Polizei zehn Handys sowie weitere Computer und Datenträger sichergestellt - es geht um den Vorwurf des Besitzes und der Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie.

Mehrere Datenträger, Handys und Computer wurden bei den Durchsuchungen sichergestellt. (Symbolbild)
Mehrere Datenträger, Handys und Computer wurden bei den Durchsuchungen sichergestellt. (Symbolbild)  © Guido Kirchner/dpa

Die Tatverdächtigen seien zwischen 15 und 54 Jahre alt, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Durchsucht wurden sechs Wohnungen in Neu-Ulm, Illertissen und Burgau.

"Wie bereits bei zurückliegenden Durchsuchungen der Kripo Neu-Ulm waren abermals zum Teil inkriminierte Dateien aus verschiedenen sozialen Netzwerken Anlass für die Ermittlungen", heißt es in einer Pressemeldung der Polizei.

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Die Polizei verweist darauf, dass nicht nur das Verbreiten derartiger Inhalte strafbar sei.

Schon das automatisierte Herunterladen auf Endgeräte sowie der Empfang solcher Dateien könne den Straftatbestand des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie erfüllen.

Die Polizei appelliert an Eltern, ihre Kinder für das Thema zu sensibilisieren.

"Auch in Zukunft klären die Präventionsbeamten der Polizei Kinder und Jugendliche dahingehend auf, nicht Mitglied eines Gruppen-Chats zu werden, deren Chatmitglieder sie nicht in der Gänze kennen", hieß es.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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