Zwei Teenager vergewaltigt: Bußgeld, weil sie Corona-Quarantäne gebrochen haben!

Krasnojarsk - Schock mitten in der Corona-Krise! Zwei Teenager kamen zur Polizei, um eine Vergewaltigung und Körperverletzung anzuzeigen. Doch dann wurden sie selbst hart bestraft, weil sie die derzeit gültigen Quarantäne-Regeln gebrochen hatten und unerlaubt rausgegangen waren. 

Die Mädchen wurden Opfer sexueller Gewalt. (Symbolbild)
Die Mädchen wurden Opfer sexueller Gewalt. (Symbolbild)  © 123rf.com/Piyamas Dulmunsumphun

Es ist der absolute Albtraum zweier junger Frauen in Russland! Die beiden 17- und 18-Jährigen gingen nachts eine Straße in Krasnojarsk (Sibirien) entlang, als sie von einem Mann angegriffen wurden.

Wie das Nachrichtenportal Tayga.info berichtet, sei der Angreifer dabei äußerst aggressiv vorgegangen.

Zuerst habe er den beiden Mädchen ihre Telefone und Schmuck geraubt. Danach drohte er mit weiterer Gewalt und vergewaltigte die beiden Minderjährigen. Anschließend flüchtete er mitsamt der Beute.

Die Opfer gingen sofort zur nächsten Polizeistation und erstatteten Anzeige gegen den Täter. Wie sich inzwischen herausstellte, handelt es sich um einen polizeibekannten 56-jähriger Sex-Straftäter. Er wurde festgenommen und ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.

Doch das ist noch nicht alles! Die Uniformierten bestraften auch die beiden Mädchen mit einem Bußgeld in Höhe von jeweils 3000 Rubel (rund 38 Euro), weil sie in der Zeit der vorgeschriebenen Ausgangssperre "das Haus ohne dringende Notwendigkeit" verließen, erklärte die Polizei.

Fall sorgte in der Öffentlichkeit für Empörung

Der Fall wurde von den russischen Medien aufgegriffen und sorgte in der Öffentlichkeit für Empörung. Laut "The Moscow Times" habe das zu einem Einlenken bei der Behörde geführt.

Demnach sollen die beiden Opfer krimineller und sexueller Gewalt nicht auch noch bestraft werden, weil sie die Quarantäne-Regeln brachen. In einer Stellungnahme der Polizei im sozialen Netzwerk "VK" heißt es, dass die Behörde es ablehne, die Opfer zu bestrafen, "weil sie sich wegen Bedrohung ihres Lebens und ihrer Gesundheit an die Polizei gewandt hatten".

Das zuständige Innenministerium habe inzwischen erklärt, dass sich zur Tatzeit weder die Opfer noch der Verdächtige wegen der Corona-Beschränkungen am Tatort hätten aufhalten durften.

Titelfoto: 123rf.com/Piyamas Dulmunsumphun

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