20-Jähriger stirbt nach Streit an Messerstichen: Polizei nimmt Verdächtige fest

Freiburg - Ein Mann ist bei einem Streit in Freiburg mit einem Messer tödlich verletzt worden.

Die Polizei nahm zwei der drei Geflüchteten nach dem Messerangriff inzwischen fest. (Symbolbild)
Die Polizei nahm zwei der drei Geflüchteten nach dem Messerangriff inzwischen fest. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie das Polizeipräsidium Freiburg am Freitagvormittag mitteilte, meldeten Zeugen gegen 3.15 Uhr eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen im Bereich der Niemensstraße.

Es sei zu einem Gerangel gekommen, in deren Verlauf ein 20-jähriger Mann mit libanesischer Staatsangehörigkeit verletzt zu Boden ging. Die anderen Beteiligten seien daraufhin geflüchtet.

Der 20-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er später seinen Verletzungen, die ihm durch Messerstiche zugefügt wurden, erlag. 

Die Polizei konnte zwei der drei Geflüchteten inzwischen festnehmen. Dabei handelt es sich um einen 23-Jährigen mit deutsch-libanesischer Staatsangehörigkeit, der selbst eine Stichverletzung am Oberschenkel aufwies, sowie um einen 22-jährigen Deutschen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Hintergrund des Geschehens aufgenommen und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 0761-8822880 zu melden.

Update, 12. Oktober, 11.43 Uhr: Mutmaßlicher Täter inhaftiert

Wie die Polizei am Montagvormittag mitteilte, wurde der bislang gesuchte Mann gefunden. Es ergaben sich jedoch keine Hinweise auf eine Tatbeteiligung des 26-Jährigen. Auch der am Freitag bereits festgenommene 22-jährige Mann wurde ebenfalls wieder auf freien Fuß gesetzt, da sich für ihn ebenfalls keine Hinweise auf eine unmittelbare Tatbeteiligung ergaben.

Der 23-Jährige, der sich zunächst noch aufgrund der Obeschenkelverletzung im Krankenhaus befand, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg zwischenzeitlich inhaftiert. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten er und
der Verstorbene bereits vor der Tat in einer Bar in der Niemensstraße miteinander in Streit. 

Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen konnte die Tatwaffe - vermutlich ein Einhandmesser - bislang nicht aufgefunden werden. Die Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen zum Hintergrund des Geschehens.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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