Achtjähriger: "Ich habe zugesehen, wie Papa Mama umgebracht hat"

New Albany (Indiana/USA) - Im Sommer vergangenen Jahres brachte Judson Hoover (50) seine Ehefrau um – während der gemeinsame Sohn alles mit ansehen musste.

Rebeccas Sohn half der Polizei, den Mörder seiner Mutter zu finden. (Symbolbild)
Rebeccas Sohn half der Polizei, den Mörder seiner Mutter zu finden. (Symbolbild)  © 123RF/welcomia

Nur vier Monate zuvor, am 17. April, war der Junge zu einem Nachbarn gelaufen, um Hilfe zu holen. Hoover sei gerade dabei gewesen, seine Mutter, Rebecca Hoover (38) anzugreifen.

Daraufhin wurde der 50-Jährige wegen häuslicher Gewalt in Anwesenheit eines Kindes und Strangulation verhaftet.

Laut dem britischen Boulevardmagazin Daily Star hatte Rebecca versucht, Hoover aus dem Haus zu werfen, aber er reagierte aggressiv.

Wäre der kleine Junge nicht gewesen – kaum auszumalen, was hätte passieren können.

Leider konnte er seine Mama nicht für immer beschützen. Bereits nach nur einem Tag wurde Hoover gegen eine Kaution freigelassen – dann wurde alles noch sehr viel schlimmer.

Im August wird Rebecca plötzlich vermisst

Am 4. August ging Rebeccas Mutter zur Polizei, um ihre Tochter als vermisst zu melden. Sie hatte bereits seit zwei Tagen nichts mehr von ihr gehört und machte sich Sorgen. Vor allem, da sie ihre Kinder zurückgelassen hatte.

Nach ungefähr drei erfolglosen Wochen kam dann etwas ans Licht, was das Blut in den Adern der Beamten zum Gefrieren brachte: Die Schule des achtjährigen Sohnes meldete sich.

Der kleine Junge hatte mit einer seiner Lehrerinnen gesprochen und ihr erzählt, dass er zugesehen hatte, wie sein Vater seine Mutter umbrachte. Er habe mit angesehen, wie dieser Rebecca im Keller über 20 Mal mit einem Paar schwerer Stiefel getreten habe.

Als die Beamten daraufhin das Haus der Familie durchsuchten, fanden sie zwar Blutspuren im Keller, von Rebecca selbst fehlte jedoch jede Spur.

65 Jahre Knast für den Täter

Es sollte weitere vier lange Tage dauern, bis die Polizei die verwesenden Überreste der jungen Mutter in einer Lagerhalle fand – in einem 200-Liter-Fass.

Eine Autopsie bestätigte daraufhin: Der Sohn hatte die Wahrheit erzählt. Seine Mutter starb durch stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf, und der Junge hat alles mit angesehen.

Nur wenige Tage nach seiner Verhaftung bekannte sich Judson Hoover für schuldig am Mord an seiner Ehefrau. Der Richter verhängte die Höchststrafe: 65 Jahre Gefängnis. Zudem fügte er hinzu, dass er davon mindestens 48 Jahre und neun Monate absitzen muss.

Titelfoto: 123RF/welcomia

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