Aus reiner Habgier: Hat ein Mann seine Ehefrau hingerichtet und wie Müll entsorgt?

Frankfurt am Main - Er soll seine Frau getötet und in einem Müll-Presscontainer entsorgt haben - am Freitag beginnt vor dem Landgericht Frankfurt am Main der Mordprozess gegen einen 38 Jahre alten Mann.

Fotomontage: Die Polizei durchsuchte auf der Suche nach der 43-Jährigen zunächst auch mehrere Waldstücke (Symbolfoto).
Fotomontage: Die Polizei durchsuchte auf der Suche nach der 43-Jährigen zunächst auch mehrere Waldstücke (Symbolfoto).  © Montage: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Boris Roessler

Er soll seine 43 Jahre alte Ehefrau im Oktober 2019 umgebracht und sie anschließend als vermisst gemeldet haben. Dabei machte er jedoch widersprüchliche Angaben, die die Ermittler misstrauisch machten.

Während die Beamten zunächst Waldstücke in der Umgebung der gemeinsamen Wohnung in Frankfurt-Nied nach dem Opfer absuchten, wurde der Ehemann festgenommen.

Während der Ermittlungen stellte sich auch heraus, dass der Angeklagte die Leerung des Müllcontainers bei seinem Arbeitgeber persönlich veranlasst hatte. Zudem wurden in der Wohnung Blutspuren gefunden.

Hinweise auf den Verbleib der Frau brachte erst eine Suchaktion auf der Mülldeponie in Försheim-Wicker, bei der rund 20.000 Tonnen Schlacke abgetragen wurden. Dabei wurden drei Knochenrückstände mit den DNA-Spuren der Frau gefunden. Hinweise auf die Todesursache ergaben sich daraus jedoch nicht.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann seine Ehefrau umbrachte, um an die Eigentumswohnung und ein Feriendomizil der Frau zu kommen. Die Anklage vermutet daher Habgier als Tatmotiv. Der Angeklagte bestreitet jede Schuld.

Die Schwurgerichtskammer steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme mit zahlreichen Zeugen und Gutachtern. Nach zehn Verhandlungstagen soll der Prozess Mitte April abgeschlossen werden (Az.: 3490 Js 249009/19).

Titelfoto: Montage: Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Boris Roessler

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