Säugling lag tot in Plastiksack: Prozess gegen Mutter beginnt

Lüneburg - Wegen mutmaßlichen Mordes an ihrem neugeborenen Kind steht eine 22-jährige Frau aus Bardowick ab kommenden Donnerstag in Lüneburg vor Gericht.

Die Polizei sichert Spuren auf einem Grundstück. (Symbolbild)
Die Polizei sichert Spuren auf einem Grundstück. (Symbolbild)  © Claudia Drescher/dpa-Zentralbild/dpa

Das teilte das Landgericht der Hansestadt am Montag mit.

Der kleine Leichnam, eingewickelt in Handtücher und einen Plastiksack, war im August vergangenen Jahres zufällig bei Malerarbeiten auf einem Privatgrundstück entdeckt worden.

Nach damaligen Angaben der Polizei handelte es sich um einen kleinen Jungen.

Die Ermittler stießen rasch auf die junge Frau als Mutter des Neugeborenen und nahmen sie fest. Sie lebte mit ihrer Familie in dem Haus. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass sie das Kind nur wenige Wochen zuvor geboren und getötet habe.

Nach Gerichtsangaben brachte sie den Jungen aber schon im September 2019 im Badezimmer des Hauses zur Welt. Kurz nach der Geburt habe sie ihn erstickt oder erwürgt. Danach habe sie die Leiche "mutmaßlich gekühlt an einem unbekannten Ort aufbewahrt" und erst im August 2020 in den Schuppen auf dem Grundstück gelegt.

Für den Prozess sind mehrere Sitzungstage mit Zeugen und Sachverständigen angesetzt.

Titelfoto: Claudia Drescher/dpa-Zentralbild/dpa

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