Blutiges Familiendrama? Neue Details nach tödlichen Schüssen in der Innenstadt

Wiesbaden - Nach den tödlichen Schüssen in Wiesbaden vom Montag (TAG24 berichtete) sind weitere Details der Tat bekannt geworden.

Von Polizeifahrzeugen und der Spurensicherung abgeschirmt ist der Tatort in der Innenstadt von Wiesbaden, nachdem in der Nacht zu Montag ein Mann und eine Frau durch Schüsse tödlich verletzt wurden.
Von Polizeifahrzeugen und der Spurensicherung abgeschirmt ist der Tatort in der Innenstadt von Wiesbaden, nachdem in der Nacht zu Montag ein Mann und eine Frau durch Schüsse tödlich verletzt wurden.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag sagte, gab der 56 Jährige nach bisherigen Erkenntnissen insgesamt sechs Schüsse aus einer Pistole ab.

Die ersten beiden Geschosse trafen seine 49 Jahre alte Frau am Kopf, eine der Kugeln war tödlich. Zwei Mal schoss der Mann auf die 48 Jahre alte Schwester der Frau. Mit den letzten beiden Schüssen tötete der 56-Jährige sich selbst.

Die Obduktion habe zudem ergeben, dass der 56-Jährige seiner Frau mehrere Messerstiche zugefügt hatte. Wie sich die Bluttat am Rande der Innenstadt genau zugetragen hat, ist unterdessen noch nicht endgültig geklärt.

Die 48-Jährige kann wegen eines Wangendurchschusses weiterhin nicht vernommen werden. Die Ermittler vermuten familiäre Probleme als Motiv. Erst vier Wochen zuvor hatten sich der Mann und die Frau getrennt.

Die Herkunft der Pistole war zunächst ungeklärt. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um ein Modell, das im Kosovo weit verbreitet ist und möglicherweise illegal von dort mitgebracht wurde. Opfer und Täter sind bulgarische Staatsbürger.

Medien hatten über die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung berichtet.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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