Ehemaliger Koch erschießt Mann und friert Leichenteile im Kühlschrank ein

Bremen – Vor dem Landgericht Bremen muss sich seit Donnerstag ein 65-jähriger Rentner verantworten, der einen Mann in seiner Wohnung erschossen und dann zerstückelt haben soll.

Der 65 Jahre alten Angeklagte, der sein Opfer mit einem Kopfschuss getötet und zerstückelt haben soll, wird in den Gerichtssaal geführt.
Der 65 Jahre alten Angeklagte, der sein Opfer mit einem Kopfschuss getötet und zerstückelt haben soll, wird in den Gerichtssaal geführt.  © Sina Schuldt/dpa

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, die Leiche aus "sportlichem Vergnügen" oder aus Erregung zerteilt zu haben. Sein Opfer erschoss er mit einem Revolver Kaliber 22.

Die Leichenteile hatte er unter anderem in Mülleimern entsorgt und in seiner Wohnung im Kühlschrank eingefroren. 

Der frühere Koch ist aufgrund der Tat von September 2019 wegen Totschlags angeklagt. 

Allerdings schloss Richter Jürgen Seifert ausdrücklich nicht aus, dass der Angeklagte auch wegen Mordes aus Habgier verurteilt werden könne. Er habe versucht, Geld vom Konto seines Opfers abzuheben.

Der Angeklagte kam am Donnerstag mit Krücke und in Handschellen in den Gerichtssaal. An dem Prozess, der am 4. Mai fortgesetzt wird, nimmt der Bruder des Getöteten als Nebenkläger teil. 

Insgesamt sind 13 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte nach dieser Planung am 24. Juni gesprochen werden. 

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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