Dresdner Messer-Mörder Abdullah landet vor dem Bundesgerichtshof: Haftbefehl erlassen!

Dresden - Im Fall der tödlich geendeten Messer-Attacke in der Dresdner Altstadt am 4. Oktober wurde der vermeintliche Täter nun einem Bundesrichter vorgeführt.

Abdullah A.H.H. (20) bekannte sich schon 2017 offen zum IS. (Archivbild)
Abdullah A.H.H. (20) bekannte sich schon 2017 offen zum IS. (Archivbild)  © xcitepress

An dem Sonntagabend stach mutmaßlich Abdullah A.H.H. (20) in der Schloßstraße auf zwei Touristen ein. Einer starb noch in derselben Nacht im Krankenhaus, der andere überlebte mit schweren Verletzungen.

Die Polizei ermittelte unter Hochdruck und fand den Tatverdächtigen, der sich vor drei Jahren offen zur Terrororganisation IS bekannte, nach wenigen Tagen. 

Am 20. Oktober wurde der Syrer festgenommen und von einem Richter am Dresdner Amtsgericht in Untersuchungshaft gesteckt. Tags darauf übernahm die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen.

Am gestrigen Dienstag erteilte ein Richter am Karlsruher Bundesgerichtshof nun einen neuen Haftbefehl wegen des "dringenden Tatverdachts des Mordes, versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung" gegen den 20-Jährigen, wie der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof am Mittwochmorgen mitteilte.

Der Tatverdächtige befindet sich nun in Karlsruhe in Untersuchungshaft.

Tatverdächtiger wohl geständig, Motiv geklärt

Die Polizei sicherte noch in der Tatnacht Spuren an der Schloßstraße und Rosmaringasse.
Die Polizei sicherte noch in der Tatnacht Spuren an der Schloßstraße und Rosmaringasse.  © Roland Halkasch

Wie der Generalbundesanwalt weiter mitteilte, stehe das Tatmotiv nunmehr auch fest.

"Der Beschuldigte handelte dabei aus einer radikal-islamistischen Gesinnung heraus", hieß es in der Mitteilung. "Er wollte die beiden Tatopfer als Repräsentanten einer von ihm als 'ungläubig' abgelehnten freiheitlichen Gesellschaft auslöschen."

Das Touristen-Paar aus Nordrhein-Westfalen war homosexuell. 

Wann der Mann endgültig verurteilt wird, blieb offen. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Titelfoto: Montage: Roland Halkasch, xcitePress

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