Ex-Freundin (27) mit Küchenmesser getötet: Angeklagter bittet um Verzeihung

Lübeck - Im Prozess um den Mord an seiner 27 Jahre alten Ex-Freundin hat sich der Angeklagte entschuldigt.

Prozessakten liegen auf einem Tisch im Landgericht Lübeck. (Symbolbild)
Prozessakten liegen auf einem Tisch im Landgericht Lübeck. (Symbolbild)  © Rainer Jensen/dpa

Was geschehen sei, tue ihm sehr leid und er bitte alle Betroffenen um Verzeihung, sagte der 30-Jährige am Dienstag in einer Erklärung vor dem Lübecker Landgericht. Ein direktes Geständnis legte er jedoch nicht ab.

Dem Mann wird vorgeworfen, Mitte September vergangenen Jahres seine ehemalige Lebensgefährtin mit 28 Messerstichen so schwer verletzt zu haben, dass sie noch am Tatort starb. Die Tatwaffe war ein kleines Küchenmesser.

An die Tat selbst habe er keine Erinnerung, sagte der Angeklagte in seiner am vorigen Prozesstag angekündigten Erklärung.

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Den Tod seiner Ex-Freundin, mit der er zwei gemeinsame Kinder hat, habe er erst Tage später in der Justizvollzugsanstalt begriffen, sagte er vor Gericht.

Opfer hatte sich von Angeklagtem getrennt

Stacheldraht sichert das Landgericht Lübeck.
Stacheldraht sichert das Landgericht Lübeck.  © Rainer Jensen/dpa

Laut Anklage waren der damals 29-Jährige und sein 27 Jahre altes Opfer seit etwa 2010 ein Paar gewesen.

Nach mehreren Trennungen und Versöhnungen habe die Frau im Jahr 2020 die Beziehung endgültig beendet und habe sich einem anderen Mann zugewandt, was sie dem Angeklagten einige Wochen vor der Tat mitgeteilt habe, heißt es in der Anklageschrift (TAG24 berichtete).

Das habe der Angeklagte jedoch nicht hinnehmen wollen, sagte die Staatsanwältin. Deshalb sei er zu der Wohnung seiner Ex-Freundin gefahren, habe die neunjährige Tochter auf dem Weg zur Schule abgepasst und ihr die Wohnungsschlüssel abgenommen.

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Damit habe er sich dann in die Wohnung geschlichen, den neuen Freund der 27-Jährigen mit einem Messer bedroht und schließlich 28 mal auf sie eingestochen.

Titelfoto: Rainer Jensen/dpa

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