Fall Gabby Petito: Todesursache ihres Freundes steht fest!

North Port (Florida/USA) - Nachdem die Leiche des ehemaligen Verlobten der getöteten Reise-Bloggerin Gabrielle "Gabby" Petito (†22) im Oktober im US-Bundesstaat Florida entdeckt wurde, brachte ein finaler Autopsie-Bericht nun endlich Licht ins Dunkle.

Brian Laundries (†23) Todesursache steht fest: Der junge Mann hat sich selbst umgebracht.
Brian Laundries (†23) Todesursache steht fest: Der junge Mann hat sich selbst umgebracht.  © Uncredited/Moab Police Department via AP/dpa

Brian Laundrie (†23) hat sich selbst umgebracht. Seine Eltern, Christopher (62) und Roberta Laundrie (55), sollen darüber informiert worden sein, dass die Todesursache eine "Schusswunde im Kopf" gewesen sei.

Der Anwalt der Familie fügte gegenüber ABC Action News hinzu: "Die Todesart war Suizid."

"Chris und Roberta trauern immer noch um ihren Sohn und hoffen, dass die beiden Familien" Dank der Erkenntnisse abschließen und eine Art Seelenfrieden finden können.

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Eigentlich sollte es die Reise ihres Lebens werden: Im Juli machten sich Gabby und Brian gemeinsam mit dem Van der jungen Frau auf den Weg, um für die nächsten Monate quer durch die USA zu reisen.

Zuerst schien alles perfekt. Auf Instagram teilten sie beeindruckende Bilder, auf YouTube einen Vlog voller faszinierender Eindrücke und auf ihrem Blog berichtete die junge Influencerin fleißig von ihrem aufregenden Van-Life.

Doch dann sollte der Trip mit einem Mal frühzeitig beendet werden. Das "wieso" ist noch immer unklar.

Brian Laundrie wurde wochenlang von der Polizei gesucht

Auf Social Media wirkten die beiden unglaublich glücklich.
Auf Social Media wirkten die beiden unglaublich glücklich.  © Instagram/Screenshot/gabspetito

Im September kehrte Brian plötzlich ohne Gabby nachhause zurück, ließ ihre Eltern im Dunkeln tappen.

Die machten sich derweil schreckliche Sorgen. Sie hatten seit Tagen nichts von ihrem Kind gehört, auf Social Media war es erschreckend ruhig um die 22-Jährige geworden.

Als sie ihre Tochter am 11. September schließlich bei der Polizei als vermisst meldeten, erfuhren sie die schreckliche Wahrheit: Die Reise war beendet, Brian bereits seit mehreren Tagen wieder zu Hause, Gabbys Van stand in seiner Einfahrt.

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Doch von der 22-Jährigen fehlte jede Spur.

Alle Augen richteten sich auf den ehemaligen Verlobten der jungen Frau. Doch der schwieg. Stattdessen verwiesen er und seine Familie immer wieder auf ihren Anwalt.

Doch damit nicht genug. Als hätte sich der junge Mann mit seinem Verhalten nicht bereits verdächtig genug gemacht, verschwand auch er kurze Zeit später und wurde daraufhin mehrere Wochen lang von der Polizei gesucht – als "Person von Interesse", nicht als Verdächtiger.

Leiche der jungen Frau wurde in einem Nationalpark entdeckt

In einem Video einer Körperkamera der Polizei wirkte Gabby verstört. Kurz zuvor hatte sie sich mit Brian gestritten.
In einem Video einer Körperkamera der Polizei wirkte Gabby verstört. Kurz zuvor hatte sie sich mit Brian gestritten.  © Uncredited/The Moab Police Department/AP/dpa

Mitte September dann die grauenvolle Entdeckung: Die Leiche der jungen Frau wurde im Nationalpark Grand Teton im US-Bundesstaat Wyoming entdeckt. Nach Angaben eines Gerichtsmediziners wurde sie erwürgt.

Während von Brian weiterhin jede Spur fehlte, kamen indes immer mehr Details ans Licht, die an der Unschuld des jungen Mannes zweifeln ließen.

So wurden zum Beispiel Aufnahmen einer Körperkamera von Polizisten öffentlich gemacht, die eine weinende Gabby Petito nach einem Streit mit ihrem Verlobten zeigten. Die beiden hätten sich gestritten, woraufhin sie ihn geschlagen hatte. Er hätte sie anschließend gepackt und aus ihrem eigenen Van verbannt.

Zudem berichteten Zeugen von verschiedensten Sichtungen des Paares und Brian allein, in denen er sich auffällig verhielt.

Mitte Oktober dann die traurige Gewissheit: Die sterblichen Überreste des jungen Mannes wurden unweit seines Elternhauses entdeckt. Eine Aufklärung des Falls wurde somit immens erschwert.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide. Da es sich bei dem Vorfall jedoch um einen prominenten Kriminalfall handelt, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren. 

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Bildmontage: Instagram/Screenshot/gabspetito & Uncredited/Moab Police Department via AP/dpa

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