Gamer bringt eigenes Baby in "spontanem Wutausbruch" um

Benalla (Australien) - Ein Gamer, der bereits seit einer Weile mit Aggressionsproblemen zu kämpfen hatte, gab endlich zu, seinen Sohn in einem Wutanfall während eines PlayStation-Spiels umgebracht zu haben.

Der Vater war mit Zocken beschäftigt. (Symbolbild)
Der Vater war mit Zocken beschäftigt. (Symbolbild)  © 123rf/ Jan Cieplik

Wie die britische Boulevardzeitschrift Mirror berichtete, befand sich Samantha Duckmanton, die Mutter des kleinen Lucas, am 24. Oktober vergangenen Jahres in der Küche, als ihr Neugeborenes plötzlich zu schreien begann.

Besorgt ging sie in das Nebenzimmer, wo ihr Partner Jospeh William McDonald (23) gerade PlayStation spielte. Auf ihre Frage hin, was passiert sei, antwortete er, dass er das Baby "nur gewickelt" habe.

Da der kleine Lucas am Morgen noch eine Impfung erhalten hatte, machte sich Duckmanton vorerst keine Sorgen. Erst, als er zum Abend hin seine Milch verweigerte und es ihm immer schlechter zu gehen schien, machte sie sich mit ihm auf den Weg in die Notaufnahme.

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Mord Nachbarin ausgeraubt und dann erwürgt?

Fünf Tage später starb Lucas im Krankenhaus.

Duckmanton war verzweifelt und auch die Ärzte wussten nicht weiter. Was war da passiert? Das sah ihnen nicht nach "nur wickeln" aus.

Ein Scan des Kopfes von Lucas lenkte den Fall schließlich in eine andere Richtung: Handelte es sich hierbei um ein Trauma durch stumpfer Gewalteinwirkung?

Als die junge Mutter ihren Partner darauf ansprach, verschwand er aus dem Krankenhaus.

"Du verdient es nicht, Papa genannt zu werden."

Am Freitag, über ein Jahr nach seiner grauenvollen Tat, gestand der Familienvater endlich, für den Tod seines Sohnes verantwortlich gewesen zu sein.

Laut seinem Staatsanwalt habe Joseph William McDonald Probleme mit der Aggressionsbewältigung gehabt und der Vorfall sei ein "spontaner Wutanfall" gewesen, so die britische Boulevardzeitung The Sun.

Samantha Duckmanton wandte sich vor Gericht noch einmal an ihren Ex-Partner: "Lucas hat es verdient, sich in der Gegenwart seines Vaters sicher und behütet zu fühlen."

"Du verdienst es nicht, dass man dir vergibt. Und vor allem verdienst du es nicht, Papa genannt zu werden."

Der 23-Jährige wird noch in diesem Monat verurteilt werden.

Titelfoto: 123rf/ Jan Cieplik

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